Klinik für Nuklearmedizin

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NH3-PET-MRT oder NH3-PET-CT des Herzens

Verschiedene Erkrankungen des Herzens gehen mit einer Verminderung der Durchblutung des Herzmuskelgewebes einher. Bei der Ammoniak-Positronenemissionstomographie (13NH3-PET) des Herzens wird die Aufnahme von schwach radioaktivem Ammoniak in die Herzmuskelzellen dargestellt und so die Durchblutungssituation des Herzmuskels untersucht. Dadurch können Durchblutungsstörungen z. B. bei Erkrankungen der Herzkranzgefäße oder auch der Erfolg einer Therapie (z. B. Ballondilatation, Stent-Einlage, Bypass-Operation) beurteilt werden. In der Regel wird die Durchblutung sowohl unter Ruhebedingungen als auch unter Belastungsbedingungen (medikamentöse Belastung mit einem gefäßerweiternden Medikament) untersucht und dann miteinander verglichen.

Terminvereinbarung und Ansprechpartner

Ein Termin für eine 13NH3-PET-MRT oder 13NH3-PET-CT kann telefonisch unter 0251 83-47370 vereinbart werden.

Vorbereitung auf die Untersuchung

Eventuell vorliegende Voraufnahmen, insbesondere auch frühere Myokardszintigraphien, Ultraschall-, CT- und MRT-Untersuchungen sollten uns zur Verfügung gestellt werden, da sie unnötige Untersuchungen ersparen und zudem bei der Beurteilung der Bilder zum Vergleich herangezogen werden können. Auch über in der Vergangenheit durchgeführte Koronarangiographien (Darstellung der Herzkranzgefäße mittels Katheteruntersuchung) und therapeutische Maßnahmen wie Ballondilatation (PTCA), Stent-Einlage, Bypass-Operation o. ä. sollten wir informiert werden. Die Patientin oder der Patient sollte für mindestens 4 Stunden vor der 13NH3-PET-MRT bzw. -CT nüchtern sein. 12 Stunden vor der Untersuchung sollten zudem keine koffeinhaltigen Getränke oder Nahrungsmittel getrunken oder zu sich genommen werden. Die Einnahme aller Herzmedikamente sollte möglichst für 24 Stunden pausiert werden. Diabetes-Medikamente können wie gewohnt eingenommen werden.

Ablauf der Untersuchung

Nach einem ausführlichen Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt und Erläuterung des Untersuchunngsablaufs wird eine Venenverweilkanüle gelegt und das EKG angelegt. Die Untersuchung beginnt in der Regel mit der Untersuchung unter Ruhebedingungen. Zunächst wird eine Magnetresonanztomographie (MRT) oder niedrig dosierte Computertomographie (CT) von der Herzregion zur Verbesserung der Bildqualität und zur anatomischen Orientierung angefertigt. Dann erfolgt, ohne dass die Patientin oder der Patient zwischenzeitlich die Position ändert, die Injektion des schwach radioaktiven Arzneimittels (13-NH3) über die Venenverweilkanüle. Zeitgleich beginnt die PET-Aufnahme. Die Verteilung des Arzneimittels über den Blutkreislauf in den Herzmuskelzellen kann so verfolgt und sichtbar gemacht werden. Die PET-Messung dauert etwa 15 Minuten. Nun folgt die Untersuchung unter medikamentösen Belastungsbedingungen durch Injektion eines gefäßerweiternden Medikamentes (Adenosin) über wenige Minuten. Während der Adenosin Gabe wird nun erneut das schwach radioaktiven Arzneimittels (13-NH3) injiziert und dann in gleicher Weise wie beim ersten Untersuchungsteil die PET-Aufnahme gestartet. Um eine gute Bildqualität zu erzielen ist es wichtig, dass die Patientin oder der Patient während der gesamten Untersuchungszeit ruhig liegen bleibt.

Mögliche Risiken und Komplikationen

Häufiger auftretende Nebenwirkungen des verwendeten radioaktiven Arzneimittels sind nicht bekannt. Anders als bei Röntgenkontrastmitteln sind auch allergische Reaktionen extrem selten. Die Untersuchung ist mit einer geringen Strahlenexposition verbunden, die etwa der jährlichen natürlichen Strahlenexposition in Deutschland (~ 2.1 mSv pro Jahr) entspricht. Die MRT-Untersuchung ist mit keiner zusätzlichen Strahlenbelastung verbunden.Die niedrig dosierte Computertomographie zur Schwächungskorrektur ist mit einer Strahlenexposition im Bereich üblicher Röntgenuntersuchungen verbunden. Sollte die Untersuchung  mittels medikamentöser Belastung mit Adenosin durchgeführt worden sein, sind sehr selten vorrübergehende Nebenwirkungen wie Luftnot, Wärme und eine Verlangsamung der Herzfrequenz möglich. Bei einer Asthmaerkrankung oder bestimmten Herzrhythmusstörungen (z.B. AV-Block II-III0) ist eine Adenosin-Gabe nicht möglich, hier wird ggf. Regadenoson eingesetzt.

Befundmitteilung

Da die Auswertung und Beurteilung nicht sogleich erfolgen kann ist es nicht möglich, der Patientin oder dem Patienten das Ergebnis im direkten Anschluss an die Untersuchung mitzuteilen. Der schriftliche Befund der Untersuchung wird der überweisenden Ärztin oder dem überweisenden Arzt in den folgenden Tagen zugesandt. Bei auffälligem Befund mit dringendem Handlungsbedarf werden wir die zuweisende Ärztin oder den zuweisenden Arzt schnellst möglich informieren.

 
 
 
 
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Kurzinformation

Arztgespräch
Injektion
PET-CT