Klinik für Radiologie

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Blick in den Körper – und über den Tellerrand: Dr. Max Masthoff erhält Fellowship der Joachim-Herz-Stiftung

Dr. Max Masthoff vor einem Kleintier-MRT-Gerät. (Foto: WWU/Erk Wibberg)

Münster (mfm/sw) – Förderung für fachübergreifende Forschung: Die Joachim-Herz-Stiftung vergibt jährlich Fellowships für Doktoranden und Postdocs in den Lebenswissenschaften. Die Stipendien sollen dem wissenschaftlichen Nachwuchs einen „Blick über den Tellerrand“ ermöglichen – dieses Jahr geht eine der nur 30 Fellowships an die Universität Münster: Dr. Max Masthoff, Assistenzarzt am Institut für Klinische Radiologie, wird die Förderung von 12.500 Euro in sein auf zwei Jahre angesetztes Forschungsprojekt investieren: Bei diesem geht es um eine neue Methode für die Beobachtung von Immunzellen in lebender Umgebung mittels einer in Münster entwickelten Technik der Magnetresonanztomographie (MRT).

„Ziel ist die Etablierung eines neuen diagnostischen Tools, das die Bildgebung und Verfolgung einzelner Immunzellen ermöglicht, um so Entzündungen früh und nicht-invasiv erkennen zu können“, sagt der 29-Jährige. Um Immunzellen und deren Zellkontakt – oder auch Zell-Zell-Interaktion – sowie Funktion, Dynamik und Interaktion einzelner Komponenten des Immunsystems besser zu verstehen, haben münstersche Forscher unter Federführung eines interdisziplinären Teams der Arbeitsgruppe Experimentelle MRT um Prof. Cornelius Faber die sogenannte Time-lapse-MRT entwickelt. Der Vorteil dieser Technik: Mit Eisennanopartikeln als Kontrastmittel und einer schnellen, sich wiederholenden Bildaufnahme lassen sich einzelne Zellen detektieren und verfolgen. Auf diese Weise konnte man eine veränderte Immunzelldynamik im Gehirn einer Maus, die von Multipler Sklerose betroffen ist, schon vor Eintreten der üblichen Symptome zeigen. Künftig soll die Technik noch optimiert werden: Time-lapse-MRT soll unter Erprobung verschiedener Entzündungsmodelle Art und Ausmaß der zugrundeliegenden Entzündung aufzeigen.

Als Mitglied der Arbeitsgruppe bringt Masthoff seine Expertise als Mediziner ein in ein interdisziplinäres Team aus Physikern, Biologen und Chemikern. Die Stiftungsförderung wird er primär für Versuchsmaterialien und den Wissensaustausch auf internationalen Konferenzen verwenden. Bereits seine Dissertation fertigte Masthoff 2015 am Institut für klinische Radiologie (IKR) der münsterschen Uniklinik an, in dem er nun als Assistenzarzt in Weiterbildung tätig ist.

Die Joachim-Herz-Stiftung, benannt nach einem verstorbenen Unternehmer, wurde 2008 gegründet und hat es sich zur Aufgabe gemacht, in Bildung zu investieren: Neben der Förderung von naturwissenschaftlichen Projekten versucht die gemeinnützige Einrichtung Jugendlichen Wirtschaftsthemen nahezubringen und engagiert sich für Persönlichkeitsförderung.

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