Auf dem Baugrundstück der Lukas-Kirchengemeinde an der Albert-Schweitzer-Straße ist ein Metallgegenstand gefunden worden, bei dem es sich möglicherweise um einen Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg handelt. Am Freitag, 2. November 2018, wird der verdächtige Gegenstand freigelegt und gegebenenfalls von der Kampfmittelbeseitigung entschärft.
An diesem Tag werden deshalb seitens des UKM (Universitätsklinikum Münster) vorsorglich einige Evakuierungsmaßnahmen durchgeführt. Die Augenklinik und die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums sowie die beiden angeschlossenen Ambulanzen sind am 2. November ab dem Morgen für den Patienten- und Publikumsverkehr geschlossen. Das betrifft auch das Gebäude der Pathologie. Zusätzlich mussten rund 300 stationäre Neuaufnahmen von Patienten verschoben werden, da an dem betreffenden Freitag keine geplanten operativen Eingriffe durchgeführt werden. Notfälle, die über die Rettungsdienste eingeliefert werden, werden selbstverständlich operiert. Ebenfalls hat das UKM in den vergangenen Tagen rund 500 Patienten darüber informiert, dass ihre für den 2. November geplanten Termine in einer der UKM-Hochschul-Ambulanzen nicht stattfinden können. Ersatzweise haben die Betroffenen zeitnah andere Termine angeboten bekommen.
Die Verkehrssituation rund um den UKM-Campus wird am 2. November zur Herausforderung: Sollte sich der Verdacht auf einen Blindgänger bestätigen, wären im Evakuierungsfall zahlreiche Straßen nicht befahrbar. Das UKM sperrt bereits im Zuge der vorsorglichen Maßnahmen ab dem Donnerstagabend zudem weiträumig Parkmöglichkeiten, um auch hier für den Evakuierungsfall gerüstet zu sein. Betroffen sind das Zentrale Parkdeck, der Parkplatz Coesfelder Kreuz sowie die Parkplätze an der Klinik für Psychiatrie und an der Domagkstraße. Nutzbar ist lediglich das Parkhaus an der Waldeyerstraße in Höhe der Zahnklinik.
Wegen der schwierigen Anreise zum Arbeitsplatz hat sich der Allwetterzoo Münster freundlicherweise bereit erklärt, bis zu 600 Parkplätze auf seinem Gelände ausschließlich für Mitarbeitende des UKM zur Verfügung zu stellen. Diese können auch einen vom UKM organisierten Shuttle-Service zum Klinikum und zurück nutzen. Trotzdem bleibt die Aufforderung an alle, möglichst auf öffentliche Verkehrsmittel oder das Rad umzusteigen. Angesichts der prekären Anreise- und Parksituation bittet das UKM insbesondere auch auswärtige Gäste, geplante Krankenbesuche unbedingt auf andere Tag zu verlegen.