Engegefühl in der Brust, Druck und Schmerzen (Angina pectoris), verursacht durch körperlichen oder auch psychischen Stress – das sind typische Symptome der koronaren Herzkrankheit (kurz KHK). Unbehandelt besteht in einer solchen Konstellation eine Gefahr für den Herzinfarkt. Obwohl die Anzahl tödlicher Herzinfarkte in Deutschland in den letzten Jahren leicht abnimmt, stellen Herz-Kreislauf-Erkrankungen immer noch die häufigste Todesursache dar.
Die Entwicklung einer KHK ist von sogenannten Risikofaktoren abhängig, welche nur zum Teil durch eine Änderung des Lebensstils zu beeinflussen sind. Dazu zählen erhöhte Blutfette, Bluthochdruck, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel und häufig auch erbliche Faktoren. Auch das Geschlecht und das Alter spielt hierbei eine Rolle.
Bei Verdacht auf eine KHK kann der behandelnde Arzt zum Beispiel ein EKG unter Belastung auf dem Fahrradergometer durchführen. Auch der Herzultraschall (Echokardiographie) kann den Verdacht erhärten. Sind diese Verfahren zum Beispiel durch Gelenkbeschwerden oder schlechte Sichtbedingungen nicht aussagekräftig oder diskrepant, kann das Stress-MRT mit noch größerer Sicherheit zur Diagnosefindung beitragen. Gleichzeitig kann dabei auch überprüft werden, ob eine besonders schwerwiegende Durchblutungsstörung vorliegt und daher ein Herzkatheter erforderlich ist.