Klinik für Radiologie

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Das aktuelle "Paper of the Month" (12/2019) geht an: Dr. Max Masthoff aus dem Institut für Klinische Radiologie

v.l.n.r.: Prof. Cornelius Faber (geteilte Letztautorenschaft), Rebecca Buchholz und Dr. Max Masthoff (beide: geteilte Erstautorenschaft) sowie Prof. Uwe Karst (Foto: FZ/E. Wibberg)

 

Für den Monat Dezember 2019 geht das "Paper of the Month" der Medizinischen Fakultät der WWU Münster an: Dr. Max Masthoff  aus dem Institut für Klinische Radiologie für die Publikation:

Introducing Specificity to Iron Oxide Nanoparticle Imaging by Combining 57Fe-Based MRI and Mass Spectrometry.
BY: Masthoff, Max; Buchholz, Rebecca; Beuker, Andre; et al.
NANO LETTERS    Volume: 19 Issue: 11 Pages: 7908-7917 ; Published NOV 2019

Begründung der Auswahl:

Methodisch äußerst interessantes Paper aus der Bildgebung mit hoher Bedeutung für einen zukünftigen klinischen Einsatz, entstanden auf der Grundlage einer interfakultären Kooperation und mit hoher Bedeutung für einen zukünftigen klinischen Einsatz.

Zu Hintergrund, Fragestellung und Bedeutung der Publikation:

Eisenoxid-Nanopartikel (ION) werden als Kontrastmittel für die Magnetresonanztomographie (MRT) verwendet. Jedoch kann auch natürlich vorkommendes Eisen das MRT-Signal beeinflussen. Bisher ist eine spezifische Unterscheidung von endogenem Eisen (56Fe) und applizierten ION (ebenfalls 56Fe) nicht möglich. Daher sind die Analyse des Langzeitverbleibs des applizierten Eisens und spezifische Studien zur MRT-Zellverfolgung nur eingeschränkt möglich.

In dieser Studie wurden basierend auf nicht radioaktivem 57Fe-ION neuartige ION entwickelt sowie mit der Kombination von MRT und massenspektrometrischen Verfahren eine spezifische Unterscheidung zwischen endogenen Eisenvorkommen und applizierten Eisenpartikeln möglich. So konnten die 57Fe-ION als MRT-Kontrastmittel charakterisiert und der Langzeitverbleib des applizierten Eisens evaluiert werden. Hierbei konnten die Autoren zeigen, dass das verwendete 57Fe auch noch 90 Tage nach Applikation im Organismus zu finden ist und in den physiologischen Eisenstoffwechsel einfließt. Zudem konnte in dieser Studie gezeigt werden, dass die 57Fe-ION mittels MRT und Massenspektrometrie eine hochspezifische Markierung und Verfolgung von Immunzellen in einem Entzündungsmodell ermöglichen.

Die Verwendung von 57Fe-ION mit kombinierter MRT und Massenspektrometrie ermöglicht eine nicht- radioaktive, spezifische Detektion, Quantifizierung und Evaluation des Langzeitverbleibes des eingesetzten Eisen-Kontrastmittels. Zudem erlauben 57Fe-ION eine spezifische Validierung von ION-basierten Zellverfolgungsstudien mittels nichtinvasiver MRT.

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