Klinik für Kinder- und Jugendmedizin - Pädiatrische Hämatologie und Onkologie

Besondere Zugangsregelungen in der Kinderonkologie

Bitte beachten Sie: Aus Infektionsschutzgründen müssen in unserer Klinik alle Patient*innen ab dem vollendeten 3. Lebensjahr sowie alle Begleitpersonen

  • bei ambulanter Behandlung einen nicht mehr als 24 Stunden alten negativen Antigenschnelltest oder einen negativen PCR-Test (nicht älter als 48 Stunden) mit der entsprechenden Bescheinigung vorweisen. Antigen-Schnelltests für ambulante und tagesklinische Patient*innen und Begleitpersonen werden unter anderem in der Corona-Teststation angeboten. Alle Patient*innen und ihre Begleitpersonen müssen kontakt- und symptomfrei sein.
  • bei stationären Aufenthalten einen negativen PCR-Test (nicht älter als 48 Stunden) mit der entsprechenden Bescheinigung vorweisen. Alle für eine geplante Aufnahme anstehenden Patient*innen und ihre Begleitpersonen müssen bei Aufnahme kontakt- und symptomfrei sein.

Vor operativen Eingriffen, Punktionen/ZVK-Anlagen im OP und radiologischen Untersuchungen in Narkose muss von den Patient*innen, unabhängig von einem etwaigen stationären Aufenthalt, ein nicht mehr als 48 Stunden alter negativer PCR-Abstrich vorliegen.

 

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Angeborene Neigung zu Krebserkrankungen

Krebs ist im Kindes- und Jugendalter eine sehr seltene Erkrankung. Sie entsteht durch eine oder mehrere Veränderungen in der Erbsubstanz einer Zelle (Gene). Meist handelt es sich dabei um Gene, die eine Funktion bei der Kontrolle der Zellteilung, des programmierten Zelltodes oder bei der Reparatur von Erbgut-Schäden haben. In der Folge können sich die Zellen durch den Genverlust unkontrolliert vermehren, so dass ein Tumor oder eine Leukämie entsteht.

Ursachen

Die Ursachen dafür, dass Genveränderungen in Körperzellen entstehen und zu Krebserkrankungen im Kindesalter führen, sind noch weitgehend ungeklärt. Schädliche Einflüsse aus der Umwelt, die für viele Krebsfälle im Erwachsenenalter verantwortlich gemacht werden (z.B. Rauchen, Ernährungsfaktoren), spielen hier keine Rolle. In der Mehrzahl der Fälle entstehen die zur Erkrankung führenden Genveränderungen ausschließlich in den jeweiligen Tumorzellen und nicht in sonstigen gesunden Zellen des Körpers. Es gibt jedoch seltene vererbte und angeborene Genveränderungen, die das Risiko erhöhen, bereits im frühen Kindesalter an einem Tumor oder einer Leukämie zu erkranken. 

Typische Merkmale

Typisch für eine erbliche Veranlagung sind beispielsweise das Auftreten der Krebsfälle in mehreren Generationen und wiederholt in jungen Jahren. Weiterhin kann eine Veranlagung zu einer Krebserkrankung vorliegen, wenn ein junger Patient nacheinander oder gleichzeitig an unterschiedlichen Tumorentitäten erkrankt. Einige erbliche Tumorsyndrome führen zu charakteristischen Tumoren. Die Erkrankungswahrscheinlichkeit kann dabei sehr unterschiedlich sein.

Behandlung

 Bei Verdacht auf eine familiäre Krebserkrankung bieten wir, gemeinsam mit dem Institut für Humangenetik, an, ausführlich mit Ihnen darüber zu sprechen. Mit Ihrem Einverständnis können in einem zweiten Schritt entsprechende Gen-Tests durchgeführt werden. Sollte sich tatsächlich eine erbliche Variante der Erkrankung nachweisen lassen, bieten wir nach der Behandlung der Krebserkrankung ein Vorsorgeprogramm an. Durch diese engmaschigen Vorsorgen werden Tumoren oft in einem sehr frühen Stadium entdeckt und können rechtzeitig behandelt werden. Sollte in ihrer Familie ein bekanntes erhöhtes Krebsrisiko vorliegen, führen wir entsprechende Beratungen, Gen-Testungen und Vorsorgeuntersuchungen auch dann durch, wenn bei den betroffenen Kindern und Jugendlichen noch keine Krebserkrankung aufgetreten ist.

 
 
 
 

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