Kompass D²: Komplikations-Management und Prävention im Ambulanten und Stationären Sektor – Demenz & Delir
Ein Drittel aller Patienten über 70 Jahre erleidet während des stationären Aufenthalts einen Zustand akuter Verwirrtheit, ein sogenanntes Delir (ICD F05). Nach Operationen liegt die Zahl der Betroffenen sogar bei zwei Drittel. Besonders gefährdet sind Personen, die bereits vor stationärer Aufnahme unter kognitiven Beeinträchtigungen leiden.
Mit dem Projekt Kompass D² wird durch gezielte Delirpräventionsangebote sowie Delirmanagementmaßnahmen eine Minimierung der Delirrate verfolgt. Die Maßnahmen beinhalten u.a. eine besondere stationäre und poststationäre Betreuung durch geschulte Pflegekräfte, eine Optimierung der pharmazeutischen Versorgung und regelmäßige telemedizinische Konsile durch ein inter- und multidisziplinäres Team. Dieses besteht aus Ärzten, klinischen Pharmazeuten sowie Pflegekräften und –wissenschaftlern. In den Visiten werden Fallbesprechungen durchgeführt und die kollektive Expertise gebündelt.