Am 6. März feiern Logopädinnen und Logopäden europaweit den Europäischen Tag der Logopädie. In diesem Jahr steht er unter dem Motto "KI in der Logopädie - Chancen nutzen, Grenzen kennen".
Künstliche Intelligenz verändert viele Bereiche unseres Lebens - auch die Logopädie. Programme, Apps und digitale Analyseverfahren können die Sprachtherapie sinnvoll unterstützen und neue Wege eröffnen. Gleichzeitig bleibt es wichtig, die Grenzen dieser Technologien zu erkennen und die individuelle, menschliche Betreuung in den Mittelpunkt zu stellen.
Rund ein Prozent der Bevölkerung weltweit stottern, davon über 800.000 allein in Deutschland. Die Redeflussstörung hat dabei nicht nur Einfluss auf das Sprechen an sich, sondern mindert häufig das Selbstbewusstsein und erschwert nicht selten den Alltag, etwa in Bildung oder Beruf. Der Austausch von Erfahrungen und fachlichem Wissen kann helfen, diesen Herausforderungen zu begegnen: Stotternde Menschen können dabei ihre Stärken erkennen, während Fachkräfte und Angehörige lernen, wie sie Betroffene bestmöglich unterstützen und fördern können. In Münster bietet die Stotterkonferenz am 6. und 7. März 2026 Raum für Austausch, Wissen und neue Perspektiven. Die Konferenz richtet sich sowohl an stotternde Menschen als auch an Personen, die mit Betroffenen zusammenarbeiten.
Die 9. Konferenz der Interdisziplinären Vereinigung der Stottertherapeuten e. V. (ivs) findet am 6. und 7. März 2026 in der Münster School of Design, dem Fachbereich Design unserer Hochschule, auf dem Leonardo-Campus statt. Unter dem Titel „I-i-i-ich k-k-k-kann viel mehr, a-a-a-als i-i-i-ihr hört“ – Stottern im Kontext von Bildung und Beruf richtet sich die Konferenz an stotternde Menschen, sowie ausgebildete und angehende Therapeut*innen und Personen, die mit stotternden Menschen zusammenarbeiten.
„Die Konferenz lädt nicht nur Fachleute, sondern auch Betroffene ein, denn es geht um den Austausch zur Teilhabe stotternde Menschen in unterschiedlichen Lebensbereichen wie Kindergarten, Schule und Hochschule.“, erklärt Prof. Dr. Anke Kohmäscher, Logopädin und Professorin an unserer Hochschule sowie Mitorganisatorin der Veranstaltung. „Wir möchten zeigen, dass ein selbstbewusster Umgang mit Stottern möglich ist!“
Das zweitägige Programm bietet eine breite Palette an Workshops, Fachvorträgen, einer offenen Podiumsdiskussion sowie zwei Workshops, die exklusiv für Auszubildende der Logopädie sowie Studierende sprachtherapeutischer Fächer angeboten werden.
Die Konferenz wird von der ivs in Zusammenarbeit mit der FH Münster organisiert. Hier können Sie sich anmelden