Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie

Hinweise zu Ambulanzen und Sprechstunden

Sehr geehrte Patientinnen und Patienten,

mit der zunehmenden Ausbreitung des Corona-Virus SARS-CoV-2 sind wir gezwungen, unsere Kapazitäten in den Ambulanzen zu reduzieren. Planbare (elektive) Eingriffe bei Patienten mit gutartigen Erkrankungen ohne Komplikationsgefahr oder akute Gesundheitsgefährdung müssen wir derzeit nach Vorgaben des Gesundheitsministeriums verschieben. Alle Patienten (ohne Corona-typische Krankheitssymptome) mit Krebserkrankungen, bei denen operative Eingriffe anstehen bzw. geplant werden müssen, Patienten vor oder nach Transplantation, bzw. alle weiteren Patienten mit einem akut chirurgisch behandlungswürdigen Krankheitsbild werden selbstverständlich gerne von unserem Team willkommen geheißen.

Bitte beachten Sie auch, dass wir entsprechend der Empfehlungen des Gesundheitsministers strengere Hygiene-, Besuchs- und Zutrittsregeln für unsere Klinik umgesetzt haben, um die Gesundheit von derzeit gefährdeten Menschen zu schützen und zu erhalten.

 

Wir bitten um Verständnis.

Wir bieten unseren Patienten die Möglichkeit zur Telefon- oder Videosprechstunde. Hier können medizinische Fragen in einem Arzt-Patientengespräch, ähnlich wie bei einem Ambulanzbesuch, geklärt werden. Um einen Termin zu vereinbaren, rufen Sie uns bitte unter T +49 251 83-56361 an.

Bitte beachten Sie: Wir können leider nur Patienten per Telefon- oder Videosprechstunde versorgen, die bereits bei uns in Behandlung sind.

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Leber- und Gallenwegserkrankungen

Unsere Klinik behandelt alle Formen der Leber- und Gallenwegserkrankungen. Der Schwerpunktbereich ist Teil des Leberkrebszentrums am UKM, ein von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziertes Zentrum, das eine Behandlung nach neuesten evidenzbasierten klinischen und wissenschaftlichen Erkenntnissen und modernsten Behandlungsstandards gewährleistet.

Neben primären Lebertumoren werden auch immer häufiger Lebermetastasen kurativ saniert. Hierbei sind bösartige Tumore des Darmtraktes mit ca. 75% vertreten. In der Vergangenheit galt das in die Leber oder Lunge metastasierte Karzinom des Darmtraktes als nicht heilbare Erkrankung. In den vergangenen 30 Jahren haben Fortschritte in der chirurgischen Therapie bei diesen Patienten jedoch zu einer deutlichen Prognoseverbesserung geführt, was in vielen Fällen die Heilung bedeutet.

Auch bei initial inoperablen Befunden kann mittels einer gezielten Vorbehandlung (Embolisation der Pfortader) die Leber modelliert werden, so dass eine kurative Resektion erzielt werden kann. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit der Klinik für Radiologie. Zusätzlich können auch mit zweizeitigen Leberoperationen zunehmend mehr Patienten geheilt werden.

Durch zusätzliche nicht-invasive präoperative Diagnostik wird individuell die Funktion der Eigenleber sowie das verbleibende Restlebervolumen analysiert, um das Komplikationsrisiko abzuwägen und einen individuellen Therapievorschlag zu erarbeiten.

Von der offenen chirurgischen Therapie mittels Bauchschnitt(Laparotomie) bis hin zur minimalinvasiven Operation über die Bauchspiegelung (Laparoskopie) und robotisch assistierter Intervention, unser Zentrum bietet Ihnen eine Versorgung auf höchstem klinischen Niveau.

Adenome

Sind von den Leberzellen(Hepatozyten) ausgehenden Zellhaufen. Die genaue Ursache ist bisher unbekannt, sie sind jedoch mit der Einnahme von Ovulationshemmern vergesellschaftet, haben ein Risiko zur Wiederkehr und können bösartig entarten. Bei Vorkommen von Leberzelladenomen ist ein chirurgischer Eingriff indiziert.

Erkrankungen der Galle (Cholezystolithiasis (Gallensteine), Cholezystitis, Cholangitis u.a.:)

Die Nomenklatur der gutartigen Gallenwegserkrankungen führt häufig zu Verwirrungen und ist abhängig von der anatomischen Lokalisation sowie Form. Die Entzündung der Gallenblase(Cholezystitis) äußert sich durch rechtsseitigen Oberbauchschmerz, Appetitlosigkeit, Fieber und ggf. einem ausgeprägten Krankheitsgefühl. Ähnlich äußert sich eine Entzündung der Gallenwege (Cholangitis). Das Leiden an Steinen der Gallenblase (Cholezystolithiasis) kann durch ähnliche Symptome geprägt sein, die meist akut einsetzen. Die Steine können ebenfalls in den Gallengängen zu Komplikationen führen (Choledocholithiasis). Bei symptomatischen Beschwerden ist eine Operation frühzeitig indiziert, um mögliche lebensgefährliche Komplikationen zu verhindern.

Echinococcuszysten

Durch die Erreger Echinococcus granulosus (Hundebandwurm) oder Echinococcus multilocularis (Fuchsbandwurm) verursachte Erkrankung mit Zystenbildung in potentiell jedem Organ, die s.g. Echinokokkose. Die Echinokokkose verläuft häufig symptomarm und äußert sich je nach befallenem Organ. Am häufigsten in der Leber aber auch Milz finden sich diese Zysten, die meist eine chirurgische sowie pharmakologische Therapie benötigen.

Fokal noduläre Hyperplasie

Unspezifische Zellvermehrung(Hyperplasie) möglicherweise in Zusammenhang gestörter Stoffwechselwege. Ab einer Größe von >5cm ist eine operative Entfernung aufgrund einer Ruptur- und Blutungsgefahr gegeben.

Hämangiome

Häufigster gutartiger Lebertumor, der meist wenig symptomatische Beschwerden bereitet. Bei Größenzunahme oder auftretender Symptomatik ist eine chirurgische Versorgung indiziert.

Leberabszesse

Durch Erreger verursachte Gewebseinschmelzungen. Ein Leberabszess benötigt eine klinische Versorgung u.a. eine Drainage des Abszessinhaltes (Abluss des Abzesses) und mikrobiologische Diagnostik der Krankheitserreger.

Leberzysten

Gallenwegskarzinom/Cholangiozelluläres Karzinom (CCC)

Gallenwegskarzinome sind eine seltene, bösartige Erkrankung der Gallengänge. Chronische Entzündungen der Gallenwege, die primär sklerosierende Cholangitis(PSC) und die Colitis Ulcerosa(CU) sind einige der Risikofaktoren für die Entstehung dieses Krankheitstyps. Je nach Lokalisation werden sie in innerhalb der Leber (intrahepatisch; CCC), um den versorgenden Gefäßstiel (Hilus) herum gelegen (perihiläre Klatskin-Tumore) und außerhalb gelegene (distale extrahepatische) Karzinome eingeteilt. Sie weisen nur wenig spezifische Symptome aus und es besteht ausschließlichch die Möglichkeit einer radikalen Operation für einen kurativen Therapieansatz. Exakte Diagnostik und präoperative Planung sind bei der Versorgung dieser Karzinome essentiell.

Leberzellkarzinom/Hepatozelluläres Karzinom (HCC):

Die Entwicklung eines Leberzellkarzinoms entsteht im Rahmen einer Leberzirrhose jeglicher Ursache. Ein sehr hohes Risiko haben Patienten mit einer chronischen Hepatitis B- oder C-Infektion. Übermäßiger Alkoholkonsum aber auch eine Fettleber durch falsche Ernährung kann die Entstehung einer Leberzirrhose begünstigen. In Europa ist die Häufigkeit (Inzidenz) des HCC zunehmend. In unserem Leberzentrum bieten wir jede Form der operativen Intervention, einschließlich der Lebertransplantation sowie interdisziplinäre Betreuung an. Die Therapieentscheidung wird in unserem wöchentlichen Tumorboard gemeinsam mit Kollegen anderer Fachbereiche getroffen. 

Metastasen

Absiedelungen eines Primärtumors wie z.B. von Brust- oder Darmkrebs in anderen Organen, werden als Metastasen bezeichnet. Sie bilden die häufigste bösartige Erkrankung der Leber und benötigen eine spezifische Versorgung in einem Leberzentrum. In enger Kooperation mit Kollegen der Onkologie, Radiologie und Inneren Medizin bieten wir von lokalen Behandlungsmethoden, Chemotherapie und chirurgischer Intervention, einschließlich der Lebertransplantation die bestmögliche Versorgung dieses Krankheitsbildes.

 
 
 
 

Sprechstunde

Zeiten: Dienstags, 8 – 14 Uhr

T: +49 (0)2 51 / 83- 5 63 61

Spezialisierte Behandlungszentren