Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie

Hinweise zu Ambulanzen und Sprechstunden

Sehr geehrte Patientinnen und Patienten,

mit der zunehmenden Ausbreitung des Corona-Virus SARS-CoV-2 sind wir gezwungen, unsere Kapazitäten in den Ambulanzen zu reduzieren. Planbare (elektive) Eingriffe bei Patienten mit gutartigen Erkrankungen ohne Komplikationsgefahr oder akute Gesundheitsgefährdung müssen wir derzeit nach Vorgaben des Gesundheitsministeriums verschieben. Alle Patienten (ohne Corona-typische Krankheitssymptome) mit Krebserkrankungen, bei denen operative Eingriffe anstehen bzw. geplant werden müssen, Patienten vor oder nach Transplantation, bzw. alle weiteren Patienten mit einem akut chirurgisch behandlungswürdigen Krankheitsbild werden selbstverständlich gerne von unserem Team willkommen geheißen.

Bitte beachten Sie auch, dass wir entsprechend der Empfehlungen des Gesundheitsministers strengere Hygiene-, Besuchs- und Zutrittsregeln für unsere Klinik umgesetzt haben, um die Gesundheit von derzeit gefährdeten Menschen zu schützen und zu erhalten.

 

Wir bitten um Verständnis.

Wir bieten unseren Patienten die Möglichkeit zur Telefon- oder Videosprechstunde. Hier können medizinische Fragen in einem Arzt-Patientengespräch, ähnlich wie bei einem Ambulanzbesuch, geklärt werden. Um einen Termin zu vereinbaren, rufen Sie uns bitte unter T +49 251 83-56361 an.

Bitte beachten Sie: Wir können leider nur Patienten per Telefon- oder Videosprechstunde versorgen, die bereits bei uns in Behandlung sind.

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Bauchspeicheldrüsenerkrankungen (Kompetenzzentrum Pankreaschirurgie):

Das UKM-Pankreaszentrum bündelt sämtliche Kompetenzen rund um die Behandlung von Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas), insbesondere des Pankreaskarzinom. Die Behandlung von Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse stellt an unserer Klinik einen besonderen Schwerpunkt dar. Seit vielen Jahren führen wir die chirurgisch anspruchsvollen Operationen an der Bauchspeicheldrüse in großer Fallzahl und mit sehr guten Ergebnissen durch. Seit Dezember 2012 sind wir von der deutschen Krebsgesellschaft (DKG) als Pankreaskarzinomzentrum zertifiziert.

Neben der chirurgischen Expertise ist die fachübergreifende Zusammenarbeit aller an Diagnostik und Therapie beteiligten Experten ein besonderes Merkmal des Kompetenzzentrums. Da unsere Pankreaschirurgie in eine universitäre Höchstleistungsmedizin auf allen Gebieten eingebettet ist, können bei Bedarf weitere Spezialisten ohne Zeitverzug in die Behandlung eingebunden werden. Alle beteiligten Kliniken und Institute sind führend auf ihrem Gebiet. Durch diese enge kollegiale Kooperation können wir unseren Patienten stets eine individuelle Behandlung auf Basis der neuesten wissenschaftlichen und klinischen Erkenntnisse ermöglichen.

Akute Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis)

Eine akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse kann durch Gallensteine, die in den Hauptgallengang wandern, verursacht werden. Zum anderen ist der Alkoholkonsum ein häufiger Auslöser der akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung. Die Schmerzen sind in der Regel massiv geprägt und werden als "gürtelförmig" beschrieben. Die Bauchspeicheldrüse produziert in solche Entzündung exzessiv Verdauungsenzyme. Die Diagnose wird anhand der erhöht gemessenen Entzündungswerte im Blut sowie die vom Pankreas produzierten Verdauungsenzyme aber auch mittels einer Computertomografie gestellt. Die Form der akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung kann mild bis hin zu zu einem schweren Gewebsuntergang verlaufen.

Die frühzeitige Erkennung des Krankheitsbildes und die interdisziplinären Therapiekonzepte sind bei einer akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung wichtig. Eine milde Form solcher Erkrankungen wird in der Regel konservativ behandelt. Ist die Ursache für die Entzündung ein Gallenstein, dann erfolgt eine endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikografie (ERCP). Dabei handelt es sich um eine radiologische Untersuchung bei der unter Verwendung von Kontrastmittel die Hohlräume der Gallenwege, Gallénblase oder die Gänge der Bauchspeicheldrüse durchleuchtet werden.

Liegt eine schwere Form der akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung mit Gewebsuntergang (nekrotisierende Pankreatitis) vor, kann es abhängig von dem klinischen Verlauf und der mikrobiologischen Untersuchung eine minimalinvasive Operation zur Entfernung der abgestorbenen Gewebsanteile notwendig sein.

Chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung

Bei der chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung handelt sich um immer wieder auftretende Schmerzen im mittleren Oberbauch, die in den Rücken ausstrahlen können. Ursächlich hierfür kann neben dem Alkoholmissbrauch auch genetische Faktoren und das Rauchen eine Rolle spielen die häufigen chronisch-entzündlichen Schüben führen zu dem Untergang des Drüsengewebes und Ersatz durch Bindegewebe sowie Kalkbildung im Pankreasgang. Eine chirurgische Therapie der chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündungen ist dann indiziert, wenn die auftretenden Schmerzen konservativ nicht ausreichend zu behandeln sind oder eine bösartige Entartung der Bauchspeicheldrüse verdächtig ist.

Das chirurgische Therapiekonzept einer chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung wird individuell und interdisziplinär in enger Zusammenarbeit mit Pankreas-Spezialisten aus anderen Fachdisziplinen des UKMs erstellt. Hier kommen je nach Ausprägung der Krankheit, Struktur der Bauchspeicheldrüse sowie feingeweblicher Untersuchung entweder drainierende oder resezierede Verfahren in Anwendung.

Zystische Bauchspeicheldrüsenerkrankungen

Neben den Pankreatitis-assoziiierten Pseudozysten stellen vor allem intraduktale papillär-muzinöse Neoplasien (IPMN), muzinös-zystische Neoplasien (MCN), serös-zystische Neoplasien (SCN) und solid-pseudopapilläre Neoplasien (SPN) die häufigsten zystischen Pankreasläsionen dar. Häufig werden diese seltenen Erkrankungen als Zufallsbefund festgestellt und können über längere Zeit keine Beschwerden verursachen. Das Entartungsrisiko ist abhängig von mehreren Faktoren. Eine Operation ist allerdings nicht in jedem Fall notwendig. Mit den heutigen Möglichkeiten der apparativen und endoskopischen Diagnostik sowie anhand der aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnisse können wir Sie individuell beraten und Behandlungsstrategien anbieten.

Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom)

Bauchspeicheldrüsenkrebs kann aufgrund der fehlenden Symptome in der frühen Phase erst verzögert entdeckt werden. Hierfür ist die spezielle Lage der Bauchspeicheldrüse ursächlich. Der Bauchspeicheldrüsenkrebs macht etwa 3 % aller Krebserkrankungen aus. Die Diagnostik erfolgt durch bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Computertomografie oder Magentresonanztomographie.

Die einzige heilende Therapie des Bauchspeicheldrüsenkrebs des ist die vollständige operative Entfernung des Tumors. Je nach Lage und Ausmaß des Tumors ist entweder eine teilweise- oder vollständige Entfernung der Bauchspeicheldrüse notwendig. Hier kommen sowohl konventionelle als auch minimale-invasive und robotisch-assistierte Verfahren in Einsatz.

Wie jeder Krebspatient, werden auch Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs in unserer fachübergreifenden Tumorkonferenz besprochen um einen persönlichen Behandlungsplan zu erstellen, auch nach erfolgter Operation.

 
 
 
 

Kontakt

Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie

Direktor: Univ.-Prof. Dr. med. Andreas Pascher
Albert-Schweitzer-Campus 1, Gebäude W1
Waldeyerstraße 1
48149 Münster

T +49 251 83-56361
F +49 251 83-56414
birgit.freitag(at)­ukmuenster(dot)­de

Anfahrt mit: Google Maps

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