Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

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Trauma-Ambulanz

Was ist die Trauma-Ambulanz?

Seit Anfang 2003 besteht an der Klinik die Trauma-Ambulanz, die eine Anlaufstelle für die psychische Versorgung von traumatisierten Menschen darstellt. Gegründet wurde diese Einrichtung in Kooperation mit den Opferschutzbeauftragten der Polizei und dem Versorgungsamt Münster im Auftrag der Landesregierung Nordrhein-Westfalen. Dort werden ambulante Untersuchungen, Beratungen und Behandlungen durchgeführt. Außerdem besteht ein Konsiliar- und Liaison-Dienst für das Universitätsklinikum und andere Kliniken in Münster und Umgebung.

    Wie melde ich mich an?

    Sie selbst, der Opferschutzbeauftragte, Ihr behandelnder Arzt oder
    Psychologischer Psychotherapeut kann einen ersten Gesprächstermin kurzfristig in der Traumaambulanz vereinbaren.

    Anmeldung/ Ambulanzsekretariat
    T 0251 83-51888
    F 0251 83-57815
    pppambulanz(at)­ukmuenster(dot)­de

     

      Wie zeigt sich ein Trauma?

      Die Reaktion auf eine psychische Traumatisierung äußert sich individuell unterschiedlich. Folgende Symptome können bei einer akuten Traumatisierung auftreten: 

      • Ständig wiederkehrende, belastende, ungewollte Erinnerungen an das Trauma, sog. intrusive Erinnerungsbilder
      • Albträume
      • Angst vor dem Einschlafen
      • Schlafstörungen
      • Erinnerungslücken
      • Erhöhte Schreckhaftigkeit
      • Nervosität, Reizbarkeit
      • Konzentrationsschwäche
      • Erschöpfungsgefühl
      • Vermeidungsverhalten mit sozialem Rückzug, Interessenverlust
      • Gedrückte Stimmung
      • Körperliche Symptome im Bereich des Magen-Darm-Traktes, Kopf- oder Rückenschmerzen

      Wie entsteht ein Trauma?

      Ein Trauma (Verletzung/Wunde) kann infolge einer kurzzeitigen oder länger dauernden Gewalteinwirkung, die außerhalb der üblichen menschlichen Erfahrung liegt, nicht nur in körperlicher, sondern auch in psychischer Hinsicht auftreten. Ein psychisches Trauma kann als Reaktion auf eine bedrohliche oder erschütternde (Gewalt-) Erfahrung, die für fast jeden belastend wäre, auftreten: z. B. nach Erleben von Unfällen, Vergewaltigungen, Überfällen, Entführung, Geiselnahme, Naturkatastrophen, einem Terroranschlag etc. Grundsätzlich kann jeder Mensch von einer psychisch traumatisierenden Erfahrung betroffen werden und anschließend unter den Folgen leiden.

        Wer kann sich an uns wenden?

        • Opfer krimineller Gewalttaten
        • Opfer berufsbedingter Traumatisierungen
        • Opfer sexualisierter und häuslicher Gewalt
        • Unfall- und Katastrophenopfer
        • Kriegs-, Flüchtlings- und Folteropfer
        • Zeuginnen und Zeugen bzw. Ersthelfer solcher Ereignisse

        Wer trägt die Behandlungskosten?

        Die Kosten für die ersten Gespräche werden auf jeden Fall in vollem Umfang durch die jeweils zuständigen Kostenträger übernommen. 

          Wann ist eine Anmeldung möglich?

          Jedes Trauma, wie ein Überfall oder ein schwerer Unfall, verändert das bisherige Leben schlagartig und nachhaltig. Sie können sich selbst oder über den Opferschutzbeauftragten der Polizei-dienststelle anmelden und erhalten kurzfristig einen ersten Termin in der Opferambulanz. Sichtbare körperliche Schäden werden in der Regel sofort medizinisch behandelt, psychische Symptome hingegen werden oft nicht in gleicher Weise beachtet. Nach bisherigen Untersuchungen treten jedoch bei etwa 20 - 50 % der Unfallopfer psychische Symptome im Sinne einer akuten Belastungsreaktion auf. In der Regel klingen diese Symptome nach einigen Wochen wieder ab. Trotzdem leiden möglicherweise 10 - 25 % der Betroffenen langfristig psychisch unter diesen Unfallfolgen. Diese werden als Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) bezeichnet.

            Welche Hilfe kann ich erwarten?

            Unser Angebot umfasst:

            • Beratung und Information

            • Hilfe im Umgang mit als überwältigend erlebten Gefühlen

            • Hilfe bei der Wiederherstellung von Sicherheit und Kontrollfähigkeit

            • Förderung individueller Bewältigungsmöglichkeiten

            • Therapie bestehender akuter Belastungssymptome

            • Integrative traumaspezifische Kurzpsychotherapie (u.a. EMDR)

            •  Erfassen möglicher individuell vorbestehender Belastungsfaktoren

            • Wenn erforderlich, Vermittlung in eine längere Fachpsychotherapie

            • Hilfe zur Vorbeugung erneuter Traumatisierung

            • Vorbeugung von Folgestörungen

             
             
             
             

            Terminvereinbarung

            Ambulanztelefon der Psychosomatischen Klinik
            Di 13.00-16.00 Uhr und Fr 9.00-12.00 Uhr
            T 0251 83-52905
            F 0251 83-57815
            ambulanztermine.psychosomatik(at)­ukmuenster(dot)­de

            Alternativ über die Zentralambulanz der Klinik für Psychische Gesundheit und der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
            Mo-Do 9.00-16.00 Uhr, Fr 9.00-14.00 Uhr
            T 0251 83-51888
            F 0251 83-57815
            pppambulanz(at)­ukmuenster(dot)­de

            Terminvereinbarung für die Transitionspsychosomatik (18-29 Jahre) ausschließlich über die Psychosomatische Ambulanz möglich.