Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie

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Stellungnahme des Center for Transgender Health am UKM zum tödlichen Angriff auf eine trans* Person beim Christopher Street Day in Münster

Der tödliche queerfeindliche Angriff auf Malte C. am Christopher Street Day vorige Woche in Münster hat in der großen Breite der Gesellschaft Entsetzen ausgelöst. Dies gilt auch für uns, die Ärzt*innen und Mitarbeiter*innen des Center for Transgender Health des Universitätsklinikums Münster. Auch wir bekunden unsere Bestürzung und Trauer über den Tod von Malte C. und sprechen seinen Angehörigen, Freund*innen und Bekannten unser Beileid aus. Er ist nach seinem solidarischen Engagement für Frauen durch einen brutalen Gewaltakt zu Tode gekommenen – das empört uns besonders. Die Solidarität von uns Mediziner*innen des Center for Transgender Health gilt auch der LGBTQ-Gemeinschaft, die am Christopher Street Day in Münster eine friedliche Kundgebung für Toleranz gegenüber Geschlechtervielfalt abhielt.

Dieser tödliche Angriff hat gleichermaßen trans*Personen – denn sein Opfer war ein trans*Mann – Frauen und die Queer-Bewegung getroffen, und er hat sich gegen die Grundwerte unserer freien und aufgeklärten Gesellschaft gerichtet. Der sich darin Bahn brechende Hass richtet sich auch gegen die Fundamente unserer Wertegemeinschaft. Das geht uns alle an. Es ist notwendig, Hass und Intoleranz entschieden entgegenzutreten. Ebenso wichtig ist es, die irrationalen Wurzeln dieses Hasses zu bekämpfen, die häufig auf Unkenntnis und Vorurteilen beruhen. Queere Menschen begegnen solchen Vorurteilen in Gestalt diskriminierender Erfahrungen täglich – auch im Umgang mit Institutionen. Auch im Gesundheitswesen.

Als Vertreter*innen verschiedenster medizinischer Fachdisziplinen, die im Center for Transgender Health des UKM interdisziplinär zusammenarbeiten, sind wir dem gesundheitlichen Wohlergehen von trans*Personen besonders verpflichtet. Menschen mit non-konformen Geschlechtsidentitäten sind darauf angewiesen, nicht als „krank“ oder „gestört“ angesehen zu werden, sondern von ihrem sozialen Umfeld, von der Gesellschaft und auch von der Medizin angenommen und unterstützt zu werden. Nur so ist ein gesundes Leben im Einklang mit dem selbst empfundenen Geschlecht möglich, das zum urpersönlichen Wesenskern eines Menschen gehört. Diskriminierung und Respektlosigkeit, die entlang alltäglicher Erfahrungen noch weit verbreitet sind, können queere Menschen nicht nur krankmachen, durch sie werden auch auf Unkenntnis beruhende Vorurteile und latente trans*feindliche Haltungen bestätigt und tradiert.

Wir rufen daher alle Angehörige von Gesundheitsberufen dazu auf, ihren Beitrag zu informierter Aufklärung und gelebtem Respekt gegenüber queeren Personen zu leisten!

Im Namen aller Mitarbeiter*innen des Center for Transgender Health (CTH) am UKM

Prof. Dr. med. Tobias Hirsch

Prof. Dr. med. Katrin Neumann

Prof. Dr. med. Georg Romer

(Sprecher*innen des Center for Transgender Health)

Zum World Hearing Day am 3. März 2022 unter dem Motto: "To hear for life, listen with care"

Der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) organisierte „World Hearing Day“ am 3. März soll als weltweiter Aktionstag auf die Bedeutung des Gehörs und die Prävention von Hörstörungen aufmerksam machen. Unsere Gehör ist fähig zu Höchstleistung - so sind unsere Ohren nicht nur sensibler, sondern auch leistungsfähiger als unsere Augen und der Hörsinn der komplexeste unserer fünf Sinne. Deswegen hat ein Hörverlust für Betroffene oft schwerwiegende gesundheitliche und soziale Folgen. 

Zum "World Hearing Day" spricht Prof. Dr. Katrin Neumann, Direktorin der Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie, im WWU-Podcast über Hörgesundheit und -risiken.
Hier geht es zum Podcast. 

Neue Wege bei Sprachentwicklungsstörungen: Studie erforscht den Einsatz von Online-Therapien bei Kindern

Sparachtherapie kannte man bisher als Einzeslsitzung, bei der vor Ort die Übungen zur Sprachentwicklung spielerisch verinnerlicht. Doch auch hier hat die Pandemie gezeigt, dass Therapie vor Ort nicht immer möglich und vielleicht auch gar nicht nötig ist. Katrin Neumann, Direktorin der Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie, möchte mit ihrer Studie THEON den Nutzen der sprachtherapeutische Videobehandlung untersuchen. 

Hier können Sie mehr zur Studie THEON erfahren.  

Arzt aus Berufung – Opernsänger aus Leidenschaft

Foto (UKM): Mediziner mit musikalischem Talent und Können: Klinikdirektorin Prof. Katrin Neumann (r.) und Oberärztin Dr. Evelien Van Assche (r.) mit Oberarzt Philipp Mathmann und seiner Pianistin Suwon Kim bei den Aufnahmen für den musikalischen Weihnachtsgruß des UKM.
Er spielt oberste Liga – sowohl in der Musik als auch der Medizin: Philipp Mathmann ist nicht nur Oberarzt am UKM, sondern auch professioneller Countertenor mit Auftritten in den namhaften Konzerthäusern. Er selbst bezeichnet sich als Hybrid-Wesen, möchte weder die universitäre Medizin noch den Gesang missen. Fast täglich probt er in der Klinik-Kapelle auf dem Albert-Schweitzer-Campus – und singt in diesem Jahr das Weihnachtslied des UKM.

Update Pädaudiologische Hör- und Vestibularisdiagnostik

Allgemeine Fortbildungsveranstaltung am 04.12.2021

04.12.2021
09:00 – 13:15 Uhr

Veranstaltungsort:
Hörsaal der Hals-Nasen-Ohrenklinik, Universitätsklinikum
Kardinal-von-Galen-Ring 10
49149 Münster

Präsenz bzw. Livestream

Informationen zu Programm und Anmeldung

Nachruf Dr. Dirk Deuster

Wir trauern um Priv.-Doz. Dr. Dirk Deuster, unseren hochgeschätzten Leitenden Oberarzt, der im Juli 2021 im Alter von nur 50 Jahren verstarb. Herr Dr. Deuster, seit Juli 2000 im UKM tätig, nahm seine Aufgaben in Klinik, Lehre und Forschung überaus engagiert wahr. Als Arzt, ärztlicher Psychotherapeut und Musiker etablierte er eine Musikerambulanz und eine Stimmsprechstunde für Menschen mit Transidentität. Neben seiner Lehrtätigkeit am UKM engagierte er sich in der Vorlesungsreihe „Medizin und Musik“ und lehrte an den Lehranstalten für Logopädie in Münster und Osnabrück sowie an der Musikhochschule Münster. Von 2020 bis Juni 2021 war er Präsident der Deutschsprachigen Gesellschaft für Sprach- und Stimmheilkunde. Wir werden Herrn Dr. Deuster in tiefer Dankbarkeit stets ein ehrendes Angedenken bewahren.

Kinder mit Sprachstörungen im Lockdown nicht aus den Augen verlieren

Sprachentwicklungsstörungen gehören zu den am häufigsten behandelten Störungen im Kindesalter. Die aktuell eingeschränkte Betreuung in Kitas und Schulen erschwert derzeit das Erkennen von möglichen Sprachauffälligkeiten. Dabei ist eine frühzeitige Therapie wichtig, um langfristige negative Auswirkungen zu vermeiden oder verringern. Am UKM gibt es eine neue Studie mit alternativen Therapiekonzepten wie beispielsweise Intensiv- oder Videotherapien. Lesen Sie die gesamte Pressemitteilung dazu hier.

Nur wenige Uniklinika in Deutschland verfügen über eine eigenständige Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie. Das UKM gehört dazu. Univ.- Prof. Katrin Neumann ist die neue Direktorin der Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie am UKM und hat mit Jahresbeginn die langjährige Lehrstuhlinhaberin Univ.- Prof. Antoinette am Zehnhoff-Dinnesen abgelöst. (ukm/aw)

 

Frau Prof. Neumann, warum macht ein eigenständiges Fach Phoniatrie und Pädaudiologie Sinn?
Weil es ganz einfach keine andere Facharztrichtung gibt, die sich mit den Kommunikationsstörungen beschäftigt. Also mit Störungen der Stimme, des Sprechens, der Sprache und mit Hörstörungen des Kindesalters, einer Phase, die für die Sprachentwicklung besonders wichtig ist. Hinzu kommt das große Feld der Schluckstörungen. Es gibt jede Menge Schnittstellen mit anderen Fächern, z.B. der Kinderheilkunde, der Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, der Logopädie und der klinischen Linguistik, aber die Phoniatrie und Pädaudiologie ist doch etwas ganz Eigenes und dabei stark interdisziplinär arbeitend. Es gibt sie als kleines, aber feines Fach erst seit den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts. In einer Zeit, in dem Menschen nicht mehr stumm am Fließ-band arbeiten, sondern zunehmend im Beratungs- und Dienstleistungsbereich und daher sprachliche und stimmliche Kommunikation in ihren Beru-fen brauchen, scheint es mir besonders wichtig, unser Fach an Unikliniken in ausreichender Zahl vorzuhalten. Auch die alternde Bevölkerung erfordert eine phoniatrische Versorgung, denn Sprache, Stimme, Schlucken und Hören unterliegen im Alter Veränderungen.

Woran liegt es dann, dass nur wenige eigenständige Kliniken für Phoniatrie und Pädaudiologie existieren?
Fast immer gibt es ökonomische Gründe. Die Phoniatrie/Pädaudiologie ist fast ausschließlich im ambulanten Bereich tätig, und Hochschulambulanzen werden meist nicht kostendeckend vergütet. Sie rentieren sich in der Regel nur in Verbindung mit einem starken stationären oder chirurgischen Be-reich. Wir haben hier am UKM zum Glück eine „stationäre“ Anbindung durch unsere Tagesklinik. Damit die Phoniatrie-Pädaudiologie sich selbst trägt, muss es meiner Meinung nach zwei Bestrebungen geben: ihre Leistun-gen müssen im ambulanten Bereich besser vergütet werden, und wir müssen auch kreativ sein, um schwarze Zahlen zu schreiben. Also Fördermittel einwerben, Sozialpädiatrische Zentren, telemedizinische Sprechstunden oder wie wir eine Tagesklinik anbieten.

Welche Störungsbilder behandeln Sie?
Zum Spektrum unserer Klinik gehört die Behandlung von Kindern mit Stö-rungen des Gehörs und der Hörverarbeitung und -wahrnehmung, der Spra-chentwicklung und des Sprechens, des Redeflusses (z. B. Stottern), der Stimme, des Schluckens, aber auch mit Lern-, Lese- und Rechtschreib-, Mathema-tik-, Aufmerksamkeits- und Verhaltensstörungen und mit komplexen Be-hinderungen. Dazu gehört auch die Versorgung von Kindern mit Hörgeräten, drahtlosen Signalübertragungsanlagen und – in Kooperation mit der Hals-, Nasen- und Ohrenklinik – Hörimplantaten wie z. B. Cochlea-Implantaten oder weiteren hörverbessernden Operationen. Für Jugendliche und Erwach-sene kümmern wir uns um Störungen der Stimme, des Sprechens, der Sprache, des Redeflusses sowie um Hör- und Schluckstörungen. Viele dieser Stö-rungen hängen mit der beruflichen Tätigkeit der Patientinnen und Patienten zusammen, zum Beispiel B. Stimmstörungen bei pädagogischen Kräften. Oder aber mit Altersveränderungen, zum Beispiel des Schluckens. Wir bieten aber auch einen eigenen Bereich für Stimmgesundheit und Musikermedizin an, den insbesondere Sänger, Sprecher und Schauspieler wegen Stimmstörungen aufsuchen.

World Hearing Day am 03.03.2021

Anlässlich des diesjährigen Welttags des Hörens werden folgende Webinare anngeboten

Alle Webinare sind frei zugänglich via Zoom unter diesem Link:

https://wwu.zoom.us/j/64014674630?pwd=NURQUGI4eStlK0tpK3Q4S0lBZjB3dz09

Meeting-ID: 640 1467 4630

Kenncode: 454843 

Aktuelle Fortbildungsveranstaltungen

finden Sie hier.

Wahlfächer in der Phoniatrie und Pädaudiologie

World Hearing Day 2016 in Genf

Am 3. März 2016 nahm die PanCareLIFE-Forscherin ( EU Framework 7th Programme Project No. 602030)  Prof. Antoinette am Zehnhoff-Dinnesen am „World Hearing Day“ Seminar zum Thema: „Childhood hearing loss: act now, here is how!“ im WHO – Hauptquartier in Genf (Schweiz),  teil. Die Veranstaltung wurde von Professor  Alarcos Cieza, Koordinatorin Blindheit und Gehörlosigkeit Prävention, Behinderung und Rehabilitation (BDD), WHO und Professor Shelly Chadha, Technischer Offizier, Prävention von Gehörlosigkeit und Hörverlust, Blindheit und Gehörlosigkeit Prävention, Behinderung und Rehabilitation, WHO, organisiert. "Es war eine große Ehre für mich, die Bekanntschaft vieler hoch engagierter Persönlichkeiten aus aller Welt zu machen, die die Interessen von Gehörlosen und Hörgeschädigten unterstützen", sagt die Direktorin der Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie am UKM.In diesem Jahr war der World Hearing Day dem Hörverlust in der Kindheit gewidmet. In der Broschüre  "CHILDHOOD HEARING LOSS ACT NOW; HERE’S HOW!" (www.who.int/pbd/deafness/world-hearing-day/en) hebt die WHO die Bedeutung der Prävention hervor: Zu den Hauptursachen für Hörverlust in der Kindheit gehören "Randbedingungen zum Zeitpunkt der Geburt, Infektionen, Erkrankungen des Ohrs, Lärm und Medikamente". Die WHO "schätzt, dass rund 60% der Hörverluste im Kindesalter durch Präventionsmaßnahmen vermieden werden könnten"! Professor Chadha erwähnte in ihrem Vortrag über Themen, die in Zukunft in Angriff genommen werden sollten, auch die Ototoxizität. Neben dem Seminar hatte Prof. am Zehnhoff-Dinnesen die Gelegenheit an einer informellen Sitzung teilzunehmen, um mögliche Themen für die Prävention von Gehörlosigkeit und Hörverlust zu diskutieren und betonte die Bedeutung der Ototoxizität, insbesondere durch Chemotherapie mit Platinprodukten, aber auch bei Frühgeborenen durch Aminoglykoside und Diuretika und nach Anwendung von Antimalaria-Medikamenten und nach HIV / AIDS-Therapie. "Ich hatte die Gelegenheit, Alarcos Cieza und Shelly Chadha PanCareLIFE Broschüren  zu übergeben", freut sich Prof. am Zehnhoff-Dinnesen. Professor Cieza und Professor Chadha, die hervorragende Arbeit für Gehörlose und Hörgeschädigte leisten, interessieren sich für die Ziele des PanCareLIFE-Projekts und schätzen die Unterstützung der EU bei der Untersuchung von Risikofaktoren bei der Verstoffwechslung von Platinprodukten und klinischen Begleitparametern, als Grundlage für präventive Maßnahmen.

Münsteraner Elternprogramm

zur Kommunikationsförderung bei Säuglingen und Kleinkindern mit Hörschädigung

Seit 2009 bietet unsere Klink für Eltern hörgeschädigter Säuglinge und Kleinkinder das Münsteraner Elternprogramm an. Mit der Einführung des universellen Neugeborenen-Hörscreenings werden kindliche Hörschädigungen inzwischen erfreulich früh entdeckt. Neben der zeitnahen Versorgung mit einer technischen Hörhilfe spielt die Beratung der Eltern für die Hör- und Sprachentwicklung des Kindes nachweislich eine wichtige Rolle. Diese Diagnose kommt für die Eltern häufig überraschend und kann erfahrungsgemäß die natürliche Kommunikation mit ihrem Kind verändern, die aber wichtig für eine erfolgreiche Hör-und Sprachentwicklung ist.

Das Münsteraner Elternprogramm fördert die frühe Eltern-Kind-Kommunikation durch

  • intensive Anleitung der engsten Bezugspersonen
  • Bewusstmachung und Intensivierung von zumeist intuitiv verwendeten
    sprachfördernden Verhaltensweisen
  • Vermittlung des natürlichen frühen Sprachlernprozesses
  • soziale Unterstützung durch andere betroffene Eltern

Die Förderung der kindlichen Hör- und Sprachentwicklung im familiären Alltag steht im Vordergrund. Unser Ansatz ist „natürlich hörgerichtet kommunikationsorientiert“.

Es handelt sich um ein auf drei Monate begrenztes Angebot für die Eltern, welches die häusliche Frühförderung durch die Sonderpädagogen der zuständigen Förderschule für Hören und Kommunikation inhaltlich ergänzt. Das Münsteraner Elternprogramm richtet sich an folgende Familien:

  • es besteht eine möglichst frisch diagnostizierte Hörstörung des Kindes (vor max. 9 Monaten, auch im Rahmen einer Mehrfachbehinderung)und
  • die Hörstörung erfordert Hörgeräte oder Cochlea Implantate (ein- oder beidseitig) und
  • das Alter des Kindes beträgt 3 Lebensmonate bis max. 18 Monate und
  • das Kind spricht noch nicht (maximal wenige Einzelwörter) 

Einen Informationsflyer zum Elternprogramm finden Sie hier

Publikationen und Elternberichte zum Münsteraner Elternprogramm finden Sie hier

Für alle weiteren Fragen stehen wir Ihnen telefonisch zur Verfügung.
Kontakt & Information: 0251 - 83 56859

Seit 2012 qualifizieren wir Fachkräfte der Hörfrühförderung an der UKM Akademie in Münster in einer zertifizierten Weiterbildung  zur Durchführung des Münsteraner Elternprogramms. In sechs Bundesländern wird dieses Elternprogramm nun wohnortnahe für Familien mit hörgeschädigten Säuglingen und Kleinstkinder angeboten.

Wenn Sie als Fachkraft der Hörfrühförderung an einer zertifizierten Weiterbildung interessiert sind, kontaktieren Sie uns unter muensteraner.elternprogramm(at)uni-muenster (dot) de.

Das Verzeichnis zertifizierter MEP-Gruppenleiterinnen in Deutschland finden Sie hier

Neugeborenen-Hörscreening für Westfalen-Lippe


Von 1000 Kindern kommen 2-3 mit einer höhergradigen Hörstörung zur Welt. Wird eine Hörstörung monatelang oder gar jahrelang nicht entdeckt, kann sich dies auf die gesamte Entwicklung negativ auswirken: Nur wenn ein Kind hören kann, lernt es, normal zu sprechen.

Vor allem die ersten Lebensmonate sind für das Hören von entscheidender Bedeutung, da sich in dieser Zeit die Hörbahn entwickelt. Je länger der Hörverlust unentdeckt bleibt, desto schwieriger wird es für das Kind, den Rückstand in der Sprachentwicklung aufzuholen. Erkennt man die Hörstörung sehr früh, so kann man dem Kind heute durch moderne Hörgeräte-Technologie und frühe Förderung den Start ins Leben wesentlich erleichtern. Um eine solche Frühförderung überhaupt zu ermöglichen, initiierte unsere Klinik eine Hörscreening-Zentrale zum Neugeborenen-Hörscreening in Westfalen-Lippe. Es handelt sich dabei um ein Verbundprojekt der Pädaudiologen in Westfalen-Lippe mit der Klinik und Poliklinik für Phoniatrie und Pädaudiologie, das sich ein qualitätsgesichertes und flächendeckendes Neugeborenen-Hörscreening in Westfalen-Lippe zum Ziel gesetzt hat. Neugeborene haben ab dem 1.1.2009 einen gesetzlichen Anspruch auf eine Früherkennungsuntersuchung auf Hörstörungen als Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Wir begleiten Kinder und Eltern, bis die Hörfähigkeit des Kindes abschließend geklärt ist und unterstützen Kliniken beim Aufbau eines Neugeborenen-Hörscreenings oder der Anpassung der internen Verfahrensabläufe an die gesetzlichen Anforderungen. Weitere Informationen zum Neugeborenen-Hörscreening in Westfalen-Lippe finden Sie auf der Homepage des Projektes unter www.hoerscreening-wl.de.  Das Konsensus-Papier der Deutschen Gesellschaft für Phoniatrie und Pädaudiologie zum Universellen Neugeborenen-Hörscreening finden Sie hier. Was Sie über die Hör- und Sprachentwicklung Ihres Kindes wissen sollten: Von Anfang an... Ausgezeichnet mit dem Gesundheitspreis NRW 2010

Cochlea-Implantat-Centrum Münsterland (CCIC-Münsterland)


Seit 1991 werden am Universitätsklinikum Münster gehörlose Kinder und ertaubte Erwachsene mit einer elektronischen Innenohrprothese (Cochlea-Implantat) versorgt. Dabei wird eine elektronische Hörhilfe zur Stimulation des Hörnervs in das Innenohr implantiert. Von einem Sprachprozessor aufbereitete akustische Signale werden durch die Haut zu den Elektroden weitergeleitet, so dass Höreindrücke entstehen.
Ein Team aus unterschiedlichen Berufsgruppen führt die notwendigen Voruntersuchungen durch und begleitet Sie bei der Entscheidungsfindung. Nach der Operation führen wir bei Ihnen oder Ihrem Kind die individuelle technische Einstellung der Geräte durch und begleiten Sie durch eine intensive Hör-Sprach-Förderung auf dem Weg zum „Hören lernen“.
Weitere Informationen zum Cochlea-Implantat-Centrum Münsterland finden Sie hier.