Medizinische Klinik B (Gastroenterologie, Hepatologie, Endokrinologie, Klinische Infektiologie)

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Unsere Forschungsprojekte

Als universitäre Einrichtung messen wir der Forschung selbstverständlich einen hohen Stellenwert bei. An dieser Stelle seien einige unserer breitgefächerten Forschungsaktivitäten genannt.

AG Zibert


Die Arbeitsgruppe Zibert hat ihren Schwerpunkt in der Grundlagenforschung zu entzündlichen Prozessen von Leber, Pankreas und Dünndarm. Ein Ziel ist, innovative Therapieverfahren, wie zellbasierte Therapien, bei genetisch bedingten Erkrankungen, Entzündungskrankheiten der Leber, des Pankreas und Dünndarms zu entwickeln.

Grundlagenforschung

Ein Aspekt der Arbeiten ist die Frage, inwieweit adulte Stammzellen, für die es bereits eine große Erfahrung in der klinischen Anwendung gibt (u.a. Knochenmark oder Nabelschnurblut), für eine Therapie gastrointestinaler Erkrankungen herangezogen werden können. Auch werden in diesen Ansätzen adulte Zellen verwendet, die nach Reprogrammierung und Differenzierung hergestellt werden (sog. induzierte pluripotente Stammzellen, iPS). Im Vordergrund der Untersuchungen stehen neben der Charakterisierung der molekularen Vorgänge auch sicherheitsrelevante Aspekte, die für eine mittelfristige Einführung der neuen Verfahren in die Klinik wichtig sind. Die Verbindung von Zelltherapie und nanotechnologischer Verfahren wird zur Steigerung der Therapieeffizienz einbezogen.

Angewandte Forschung

Die Diagnose von Seltenen Erkrankungen ist oftmals schwierig, da die Symptomatik komplex und patientenspezifisch ist. Die molekulare Analyse der Erbinformation repräsentiert hier einen wertvollen Bestandteil der Diagnose. Für Erkrankungen, wie die Familiäre Transthyretin Polyneuropathie (FAP) oder auch M. Wilson, stehen Zellen, wie u. a. Hepatozyten, für eine experimentelle Erforschung der Pathogenität nur eingeschränkt zur Verfügung. Die Untersuchung von Zellmodellen, die in vitro durch transgene Expression erzielt werden kann, ist ein Bestandteil der Forschungen. Mithilfe von innovativen Technologien zur Darstellung von stammzellabgeleiteten Zellen könnte zukünftig eine Bewertung der individuellen Pathogenese und eine verbesserte Therapie erreicht werden. Auch die Wirkung/-Nebenwirkung von neuen Wirkstoffen kann mit solchen stammzellbasierten Ansätzen experimentell überprüft werden. Die Transplantation geeigneter Zellen stellt eine interessante Alternative zur Organtransplantation dar.

Interdisziplinäre Forschung

Die Forschung im Bereich der Stammzellbiologie/Regenerativen Medizin und der angewandten Forschung steht in enger Kooperation mit den verschiedenen Forschungsschwerpunkten der Universität Münster, dem Max-Planck-Institut Münster sowie Unternehmen im Bereich der Biotechnologie und soll neue Möglichkeiten des Gewebe- und Organersatzes sowie der Diagnostik eröffnen.
 

Arbeitsgruppenleiter:

Dr. rer. nat. Andree Zibert (andree.zibert(at)­ukmuenster(dot)­de)

Bei Interesse an einer experimentellen Doktorarbeit im Bereich „Stammzellen/Seltene Erkrankungen der Leber/DNA-RNA basierte Therapieverfahren/Transplantationsmedizin“ senden Sie bitte eine E-Mail zusammen mit Ihrem Lebenslauf an: andree.zibert(at)­ukmuenster(dot)­de.

Wir freuen uns auf Sie!

AG Schlevogt

  1. Schwerpunkt: Erforschung klinischer und grundlagenwissenschaftlicher Aspekte von genetisch bedingten Zilienerkrankungen mit Leberbeteiligung. Dazu zählt unter anderem die Zystenleber, die kongenitale hepatische Fibrose und das Caroli-Syndrom.
  2. Schwerpunkt: Erforschung klinischer Aspekte von Virushepatidien. Unter anderem folgende Projekte:
    Langzeitauswirkungen nach HCV-Ausheilung infolge direkt antiviraler Agenzien (DAA)
    Neue Biomarker zur Diagnose und zum Monitoring bei chronischer Hepatitis E
    HBV-Reaktivierungrisiko nach Lebertransplantation

Arbeitsgruppenleiter:

Dr. med. Bernhard Schlevogt (bernhard.schlevogt(at)­ukmuenster(dot)­de)

Mitarbeiter und Kooperationspartner:

Johanna Bresch (Ärztin, Promotion angestrebt)

Fiona Lehmann (cand. med., Promotion angestrebt)

Jens König (Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Münster)

Inga Grünewald (Institut für Pathologie, Universitätsklinikum Münster)

Carsten Bergmann (Medizinische Genetik Mainz)

Medizinische Hochschule Hannover, Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie

Universitätsklinikum Essen, Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie

Neocyst Netzwerk https://www.neocyst.de/de/

 

 

Aktive Teilnahme an:

  1. Neuroendokrine Tumore (NET)-Register der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE)
  2. Akromegalie-Register der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE)
  3. Lipopdystrophie-Register (European Consortium of Lipodystrophy)
  4. Kurzdarm-Register
  5. Kurzdarmstudie (Apraglutide)
  6. HTTR-Amyloidose-Studien (weitere Informationen)
  7. NutritionDay Projekt

Wissenschaftliche Schwerpunkte:

  1. Akromegalie: Analyse von Bildgebung, klinischen und laborchemischen Parametern und Korrelation mit Outcome bei Patienten mit operativer Versorgung von Somatotropin-produzierenden Hypophysenadenomen und Akromegalie
  2. Hypogonadismus und nichtalkoholische Steatohepatitis
  3. Neuroendokrine Tumore des Gastrointestinaltraktes: ernährungsmedizinische Aspekte
  4. Kurzdarm-Syndrom
  5. HTTR-Amyloidose
  6. PNALD (Parenteral Nutrition–Associated Liver Disease) unter parenteraler Ernährungstherapie

 
 

Wissenschaftliche Schwerpunkte

  1. SARS-COV-2 und COVID-19: Analyse von Biomarkern und Korrelation mit dem Krankheitsverlauf und Outcome bei leicht bis schwer erkrankten Patienten und Patienten in Rekonvaleszenz
  2. Opportunistische Infektionen bei Immunsuppression, insbesondere Cytomegalievirusinfektionen
  3. Infektionen bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen
  4. Inflammation bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen

Aktive Teilnahme an

  1. NAPKON (Nationales Pandemie-Kohorten-Netzwerk): Stationäre Patientenrekrutierung und Biobanking
  2. Beyond-COVID: Verbund-Projekt der Uniklinika NRW mit Förderung des Landes NRW zur Schaffung einer Versorgungsstruktur zur Behandlung und wissenschaftlichen Erforschung von Patienten mit Post-COVID-Syndrom

Team

Gruppenleitung: Dr. med. Phil-Robin Tepasse (phil-robin.tepasse(at)­ukmuenster(dot)­de)

Priv.-Doz. Dr. med. Tobias Nowacki

Dr. med. Richard Vollenberg

Joost Buskermolen

Dr. med. Claudia Demmig

Dr. med. Arne Meier

Sonja Heinsius, MTA

Elke Weber, MTA

Christel Langenstroer, Studienkoordination

Petra Gerlich, CED Fachassistenz

 

Ausgewählte Publikationen: