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Endometriosezentrum

Diagnose und Therapie der Endometriose sind zu einem überregional bekannten und bedeutenden Schwerpunkt der Frauenklinik am UKM geworden.

Endometriose - Was ist das?

Von Endometriose spricht man, wenn Gebärmutterschleimhaut sich außerhalb der Gebärmutterhöhle befindet, in andere Organe einwächst und dadurch zum Beispiel Schmerzen oder Kinderlosigkeit auslöst. Es wird vermutet, dass 6-8% der Frauen im gebärfähigen Alter betroffen sind.

Behandlungsmöglichkeiten

In der Behandlung der Endometriose werden konservative und operative Verfahren unterschieden:

Konservative Therapiemöglichkeiten
  • orale Kontrazeptiva
  • orale Gestagene
  • GnRH-Analoga
  • GnRH-Analoga im add-back Verfahren
  • Mirena (Hormonspirale)
  • Schmerztherapie
  • Akupunktur
  • Traditionelle chinesische Medizin
  • Begleitende psychosomatische / -therapeutische Behandlung
Operative Verfahren

Ist eine konservative Behandlung nicht erfolgreich, bzw. nicht möglich, so wird eine operative Behandlung der Endometriose angestrebt. Dabei ist die minimal-invasive Chirurgie mit den Verfahren der Laparoskopie und der Fluoreszenz- / Autofluoreszenz-Laparoskopie Goldstandard in unserer Klinik. Ziel ist die komplette Entfernung sämtlicher Endometriosemanifestationen unter Erhalt der Fertilität. Dabei kommen auch Verfahren der Laser- und Ultraschall-Chirurgie zum Einsatz. Wir streben bei Darm-  und Blasenendometriose eine interdisziplinäre Versorgung in Kooperation mit unseren spezialisierten Kollegen der Abteilungen Allgemein- und Viszeralchirurgie, sowie der Urologie an. Sollte eine minimal-invasive Operation nicht möglich sein, so kann eine Behandlung per Bauchschnitt erfolgen.

Reproduktionsmedizin

Neben der Endometriosetherapie zur Schmerzreduktion und zur Behebung von Organbefall der Endometriose stellt auch die Reproduktionsmedizin einen wichtigen Baustein in der Behandlung der Endometriose-bedingten Infertilität dar. Unser Bereich für Reproduktionsmedizin und gynäkologische Endokrinologie bietet dabei sämtliche gängige Verfahren der assistierten Reproduktion, wie kontrollierte ovarielle Hyperstimulation (COH), intrauterine Insemination (IUI), in-vitro-Fertilisation (IVF) und intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) an.

Typische Symptome

Das Leitsymptom der Endometriose ist die schmerzhafte Regelblutung, wobei die Unterbauchschmerzen typischerweise in der 2. Zyklushälfte beginnen. Weitere Symptome können chronische Unterbauchschmerzen oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr sein. In 30 - 40% der Fälle bleibt die Erkrankung allerdings beschwerdefrei und stellt oft eine Zufallsdiagnose im Rahmen der Sterilitätsabklärung dar. Da die Mechanismen der Krankheitsentstehung bis heute ungeklärt sind, ist eine 'Heilung' im eigentlichen Sinne nicht möglich. Die Endometriose ist daher eine chronisch-rezidivierende Erkrankung, unabhängig davon, ob ein medikamentöser, chirurgischer oder kombinierter Therapieansatz gewählt wurde. Nur die radikale Operation, das heißt die Entfernung der Gebärmutter und Eierstöcke, führt zu einem Ende der Erkrankung.

Endometriose-Sprechstunde: Was müssen Sie mitbringen?

  • Überweisung Ihrer Gynäkologin oder Ihres Gynäkologen
  • Arztbriefe, Befunde, OP-Berichte usw.

Bringen Sie gerne auch diesen ausgefüllten Fragebogen mit in die Sprechstunde. Auf Basis des Fragebogens führen wir dann Ihr Arztgespräch, Untersuchungen usw. durch.

Endometriose-Zentrum

Die Zertifizierung der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe zum klinisch wissenschaftlichen Endometriose-Zentrum (vormals Stufe III) wurde von der Stiftung Endometriose-Forschung, der Europäischen Endometriose Liga und der Endometriose Vereinigung Deutschland e. V. vorgenommen. (Rezertifizierung im August 2019)
Die Zertifizierung zum klinisch wissenschaftlichen Endometriose-Zentrum entspricht der höchsten zu erreichenden Qualitätsstufe und belegt, dass das Zentrum über weit reichende medizinische Kompetenz verfügt und strenge Kriterien, Richtlinien und Verfahren in Bezug auf Diagnostik und Behandlung der Endometriose einhält. Die umfangreiche Forschungsaktivität ist eine der Besonderheiten in unserer Klinik.

GEMEINSAM
klar sehen | überstehen | ausgleichen | verstehen | Halt geben | füreinander da sein | stärker machen |annehmen | wahrnehmen...


Selbsthilfegruppe für Endometriose-Betroffene
Wann: Das Treffen findet jeweils am 2. Samstag im Monat statt
(1x monatlich, ausgenommen Ferienzeit in NRW)
Zeit: 10-12 Uhr
Wo: UKM Entspannungsraum der Geburtshilfe, Station 10 B/West
Kontakt/Anmeldung: Christel Fröse, info(at)­aufgefangen-muenster(dot)­de
Die Teilnahme ist kostenlos! 

Weitere Informationen zu unserer Selbsthilfegruppe finden Sie in unserem Flyer.

Weitere Selbsthilfegruppen

Endometriose-Forschung am UKM

Endometriose ist eine chronische entzündliche Erkrankung, die 6-10% der Frauen im reproduktiven Alter betrifft. Es ist verbunden mit Beckenschmerzen, schmerzhaften Perioden, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und Subfertilität.

Kernpartner

Weitere Kooperationspartner

Netzwerk

Praxis Dr. med. Heiner Frommeyer
Johannisstraße 111
49074 Osnabrück

T 0541 – 32021
F 0541 – 259226

info(at)­frauenheilkunde(dot)­de
www.dr-frommeyer.de/leistungen/endometriose

MVZ Witten, Filiale Herdecke
Praxis Dr. med. Dipl. Theol. Albert Boehres
Sally-Grunewald-Straße 1
58313 Herdecke

T 02330 3337
F 02330 3015

albert.boehres(at)­gmx(dot)­net
www.mvz-herne.com/home/filiale-sally-gruenewald-strasse-herdecke.html

GYNMÜNSTER
Leitung: Herr Sebastian Bauer
Hohenzollernring 57
48145 Münster

T 0251 393024
F 0251 379383

info(at)­gynmuenster(dot)­de
https://gynmuenster.de/operationen5.php

Josephs-Hospital Warendorf
Am Krankenhaus 2
48231 Warendorf

T 02581 201510
F 02581 201502

endometriosezentrum(at)­jhwaf(dot)­de
www.jhwaf.de/medizin-pflege/kliniken-fachbereiche/endometriosezentrum

Gemeinschaftskrankenhaus gGmbH
Gerhard-Kienle-Weg 4
58313 Herdecke

T 02330 3456
F 02330 4041

endometriosezentrum(at)­gemeinschaftskrankenhaus(dot)­de
www.gemeinschaftskrankenhaus.de/zentren/endometriosezentrum

Bonifatius Hospital Lingen gGmbH
Fachabteilung Gynäkologie
Wilhelmstraße 13
49808 Lingen

T 0591 910-6300

martin.tenger(at)­hospital-lingen(dot)­de
www.bonifatius-hospital-lingen.de/med-fachrichtungen/fachabteilungen/frauenklinik/gynaekologie.html

Krankenhaus St Elisabeth
Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Lindenstraße 3-7
49401 Damme

T 05491 60360

holthaus(at)­krankenhaus-damme(dot)­de

https://www.krankenhaus-damme.de/zertifizierte-bereiche/endometriosezentrum

Von dieser Krankheit ist jede zehnte Frau betroffen. Und fast niemand spricht darüber.

Wir wissen bisher weder, wie die chronische Krankheit genau entsteht, noch gibt es eindeutige Symptome, die sie verraten. Und selbst wenn es einen Befund gibt, lässt sich nur schwer eine Prognose für den weiteren Verlauf stellen. Trotzdem können wir einiges mit Sicherheit sagen. Also der Reihe nach: Das Endometrium – die Gebärmutterschleimhaut – ist grundsätzlich nicht problematisch. Im Gegenteil: Sie ist elementarer Teil des weiblichen Zyklus. Sie baut sich immer wieder auf und blutet während der Periode ab, wenn sich keine befruchtete Eizelle in ihr einnistet. Schmerzen entstehen allerdings, wenn Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, an Stellen außerhalb der Gebärmutterhöhle sitzt. Diese sogenannten Endometriose-Herde sitzen dann beispielsweise an den Eierstöcken, am Darm oder der Blase und verursachen häufig Beschwerden wie Unterleibskrämpfe, Rückenschmerzen oder Übelkeit... Lesen Sie hier den vollständigen Artikel.

 
 
 
 
 
 
 

KONTAKT

Endometriose-Sprechstunde
(Ebene 05 West)

Terminvergabe:
Mo–Fr: 9.00–15.00 Uhr
Sprechzeiten: täglich n. V.
T 0251 83-48015

Ansprechpartner

Univ.-Prof. Dr. med. Ludwig Kiesel
Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
T 0251 83-48201
F 0251 83-48167
ludwig.kiesel@ukmuenster.de 

Leitung Endometriose-Zentrum

Dr. med. Sebastian D. Schäfer
Leiter UKM-Endometriosezentrum
T 0251 83-44107
F 0251 83-44102
sd(dot)­schaefer(at)ukmuenster(dot)de

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