Klinik für Nuklearmedizin

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Feinnadelpunktion der Schilddrüse

Bei bestimmten Veränderungen der Schilddrüse ist es notwendig, Zellen aus der Schilddrüse zu entnehmen und unter dem Mikroskop zu untersuchen. Eine solche Untersuchung von Zellen wird „Zytologie“ genannt. So kann beispielsweise besser festgestellt werden, ob es sich bei einem Knoten der Schilddrüse um einen gutartigen oder um einen bösartigen Knoten handelt. Auch Entzündungen der Schilddrüse können mit Hilfe einer solchen Zelluntersuchung oft genauer untersucht werden. Bei der Feinnadelpunktion handelt es sich um eine einfache und schnell durchzuführende Untersuchung.

Terminvereinbarung und Ansprechpartner

Feinnadelpunktionen der Schilddrüse zur anschließenden zytologischen Untersuchung bei einem Pathologen werden routinemäßig in unserer Klinik durchgeführt. Die Punktion wird im Rahmen einer ambulanten Vorstellung durchgeführt. Ein Termin für eine Feinnadelpunktion der Schilddrüse kann telefonisch unter 0251 83-47349 vereinbart werden.

Vorbereitung auf die Untersuchung

Voraufnahmen und Vorbefunde (Laborwerte, Ultraschall der Schilddrüse, Szintigraphie der Schilddrüse) sollten, soweit verfügbar, zum Vorstellungstermin mitgebracht oder uns vorher zugeschickt werden. Wichtig ist zudem eine Liste der eingenommenen Medikamente. Die meisten Medikamente können wie gewohnt eingenommen werden. Eine Ausnahme stellen jedoch gerinnungshemmende Medikamente dar; hierzu gehören ASS/Aspirin® und Marcumar®. Hier bitten wir im Vorfeld um telefonische Abklärung, damit gegebenenfalls die Medikation kurzzeitig pausiert oder umgestellt werden kann. Für die Feinnadelpunktion der Schilddrüse  ist es nicht erforderlich, nüchtern zu erscheinen. Der weitere Tagesablauf nach der Punktion sollte so gestaltet sein, dass eine größere körperliche Belastung wie schweres Tragen/Heben vermieden werden kann.

Ablauf der Untersuchung

In einem ausführlichen Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt werden zunächst die aktuellen Beschwerden, bisherige Therapien und eventuelle Vorerkrankungen besprochen. Gelegentlich ist eine Blutentnahme notwenig, um beispielsweise die aktuellen Schilddrüsenhormonparamter oder Entzündungswerte zu bestimmen. Die Feinnadelpunktion erfolgt im Liegen mit leicht nach hinten geneigtem Kopf. Der unklare Knoten oder Bereich der Schilddrüse wird zunächst mittels einer Ultraschalluntersuchung (Schilddrüsensonographie) dargestellt und dann mit einer feinen Nadel punktiert. Mit einer Spritze werden aus dem fraglichen Bereich Zellen gewonnen. Die Punktion dauert in der Regel nur wenige Sekunden. Nach der Punktion wird auf die Punktionsstelle noch einige Minuten eine Kompresse gedrückt, um Nachblutungen zu vermeiden. Eine Ultraschallkontrolle soll akute Blutungen ausschließen. Nach der Untersuchung sollte sich die Patientin oder der Patient körperlich schonen.

Mögliche Risiken und Komplikationen

Die Schilddrüsensonographie ist eine nahezu risiko- und komplikationslose Untersuchung. Aufgrund des Blutungsrisikos bei einer Feinnadelpunktion, darf diese nicht bei bekannten Blutgerinnungsstörungen oder bei einer Therapie mit blutungsfördernden Medikamenten innerhalb der letzten 10 Tage durchgeführt werden. Hier ist unter Umständen eine Änderung der Medikation im Vorfeld der Untersuchung  notwendig, die dann individuell mit der Patientin oder dem Patienten besprochen wird. Zudem können im Rahmen der Punktion selten Infektionen oder Schmerzen auftreten.

Befundmitteilung

Nach der Feinnadelpunktion wird das gewonnene Material in das Gerhard-Domagk-Institut für Pathologie am Universitätsklinikum Münster geschickt und dort weiter untersucht. Das Ergebnis liegt uns in der Regel innerhalb einer Woche vor. Die Patient, der Patient und die zuweisende Ärztin, der zuweisende Arzt werden dann von uns schriftlich und ggf. zusätzlich telefonisch über das Ergebnis informiert und über empfohlene weitere Schritte aufgeklärt.

 
 
 
 
 
 
 
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