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Meilenstein des Masterplans: Neues PAN-Zentrum bündelt Institute für Pathologie, Anatomie und Neuropathologie

Dr. Christoph Hoppenheit, Prof. Markus Missler, Ministerialrat Thorsten Menne und Prof. Wilhelm Schmitz (v.l.n.r.) mauerten die traditionelle Kupferrolle mit Urkunde und Bauplan ein (Foto: FZ/Deiters)
Grundsteinlegung am Vesaliusweg: Mit Investitionen von bis zu 45 Mio. Euro sollen bis 2014 modernste Arbeitsbedingungen geschaffen werden
mfm/tb
Vesaliusweg 2 und Domagkstraße 17 sowie 19 – so lauten derzeit noch die Adressen. Noch – denn die Institute für Anatomie, Pathologie und Neuropathologie des Universitätsklinikums Münster (UKM) werden künftig im neuen PAN-Zentrum unter einem Dach zusammenarbeiten. Am Vesaliusweg, dem Standort der Anatomie zwischen Ring und Zentralfriedhof, entstehen in drei Abschnitten bis 2014 hoch moderne Räume für die drei Einrichtungen. Eine Investition von insgesamt rund 45 Millionen Euro wird für das Projekt veranschlagt. Vertreter von UKM, Universität und NRW-Wissenschaftsministerium legten heute [11.01.11] den Grundstein für das Vorhaben, das zugleich einen erster Schritt darstellt in Richtung Masterplan 2020 der münsterschen Universitätsmedizin.
„Klar, die wochenlange Kälteperiode hat auch bei uns die Arbeiten verzögert“, räumt Stephan Triphaus, als Geschäftsführer der Uni-Klinik-Tochtergesellschaft UKM IM GmbH federführend für das Projekt, ein. Am Fertigstellungstermin hätten Eis und Schnee aber nichts geändert: Bis Ende 2011 sollen die ersten beiden Bauabschnitte des PAN-Zentrums abgeschlossen sein, dessen Bezeichnung sich aus den Fachdisziplinen der künftigen Nutzer ableitet. „Die räumliche Bündelung erleichtert die Zusammenarbeit der eng kooperierenden Institute und bringt auch wirtschaftliche Vorteile mit sich“, betonte Dr. Christoph Hoppenheit, Kaufmännischer Direktor des UKM, anlässlich der Grundsteinlegung.
Rund 14,2 Millionen Euro Fördermittel aus dem Konjunkturpaket II des Bundes fließen in den teilweisen Neubau der Anatomie, weitere 10,5 Millionen Euro vom Land in die Errichtung der neuen Neuropathologie. Rechnerisch wegen der unterschiedlichen Finanzquellen säuberlich getrennt, entstehen beide Teilmaßnahmen baulich in einem Rutsch. Der denkmalgeschützte Altbau der Anatomie, ein Architekturzeugnis der 1950-er Jahre, erhält einen neuen zweistöckigen Westflügel, dessen rund 4.100 qm Nutzfläche sich das Institut mit der Neuropathologie teilen wird. Um Platz für den neuen Anbau zu schaffen, wurden ab August 2010 der bisherige, nicht erhaltenswerte, sowie mehrere Labor-Container abgerissen.
Etwas kleiner ist mit seinen rund 3.800 qm der zweite Anbau, der auf der Ostseite der Anatomie folgen soll und für den ebenfalls ein Bestandsgebäude weichen muss. Dieser Teil des PAN-Zentrums mit angestrebtem Baubeginn 2012 wird die Pathologie aufnehmen. Die Kosten dieses dritten Bauabschnittes werden auf rund 20 Millionen Euro geschätzt, für die das UKM eine Förderung vom Land beantragt. „Für die Planungsphase haben wir aus Düsseldorf bereits grünes Licht bekommen und wegen der Finanzierung stehen wir in Gesprächen“, erläutert Dr. Hoppenheit den aktuellen Stand. Bis 2014 soll das PAN-Zentrum dann idealerweise komplett fertig gestellt sein.
Auf raschen Baufortschritt und weitere Unterstützung vom Land hofft vor allem der Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Münster, Prof. Wilhelm Schmitz: „Die drei Fächer, die ins PAN-Zentrum einziehen werden, sind tragende Säulen der Forschung und Lehre. Sie erhalten mit dem neuen Gebäude modernste Arbeitsbedingungen, was den Medizinstandort Münster weiter voranbringen wird“. Über die Zukunft der Gebäude, die mit dem Umzug von Pathologie und Neuropathologie frei werden, ist noch nicht entschieden. Schmitz kann sich gut eine Verwendung als Forschungsflächen vorstellen: „Da haben wir noch Nachholbedarf, der auch von externen Gutachten bescheinigt wird“.
Wenn Bagger und Kräne den Vesaliusweg verlassen, sollen sie aus Sicht der Verantwortlichen an anderer Stelle nahtlos weiterarbeiten: Das PAN-Zentrum bildet den Einstieg in einen übergeordneten Masterplan für die Universitätsmedizin Münster, den das UKM und die Medizinische Fakultät ausgearbeitet haben, und ist bereits ein erster Meilenstein bei dessen Umsetzung. Auf Basis des Masterplans soll der Standort optimiert und seine Zukunftsfähigkeit im Hinblick auf veränderte Anforderungen der Gesundheitswirtschaft, aber auch in der Forschung, sichergestellt werden. Leitgedanken sind eine Zentralisierung der über 70 Kliniken und Institute, die sich derzeit auf rund 100 Gebäude verteilen, eine Bündelung thematisch verwandter Einrichtungen in Funktionsbereichen wie dem PAN-Zentrum sowie eine noch engere Verzahnung von Krankenversorgung, Forschung und Lehre.
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