Vaskuläre Neurochirurgie, Cavernome und von-Hippel-Lindau-Erkrankung
Die vaskuläre Neurochirurgie bildet einen großen Schwerpunkt im Bereich der anspruchsvollen operativen Leistungen unseres Fachgebiets. Das Gehirn macht zwar nur etwa 2 % des Körpergewichts aus, beansprucht aber fast 25 % der gesamten Energie. Sofern das Gehirn nur für einige Minuten von der Energieversorgung abgeschnitten ist, kommt es zu irreversiblen Schäden (z.B. einem Hirninfarkt). Die Diagnostik und Therapie der zum Teil sehr komplexen Hirngefäßerkrankungen erfordert eine gute interdisziplinäre Kooperation.
Sprechstunde für Vaskuläre Neurochirurgie
Ort: NCH Ambulanz
Zeit: Freitag, 9.00–15.00 Uhr
Experten: Univ.-Prof. Dr. med. Walter Stummer, Prof. Dr. med. Markus Holling
Anmeldung: +49 251 83-47489
In Notfällen erreichen Sie unseren neurochirurgischen Dienstarzt oder unsere neurochirurgische Dienstärztin jederzeit unter +49 251 83-55555.
Operative Versorgung
Die neurochirurgisch operative Versorgung von Hirngefäßerkrankungen umfasst:
- den operativen Verschluss von Hirnarterienaneurysmen
- den Verschluss und die Entfernung von arterio-venösen Malformationen
- die operative Resektion von vaskularisierten Tumoren (z.B. Hämangioblastomen bei von Hippel-Lindau-Erkrankung)
- die Anlage von extra-intrakraniellen Bypässen zur verbesserten Hirndurchblutung
Seltene Erkrankungen
Als Versorgungseinrichtung für Menschen mit seltenen Erkrankungen (z.B. von Hippel-Lindau) bieten wir Ihnen in unserer Sprechstunde Möglichkeit zur Information, interdisziplinären Therapieplanung oder Einholung einer Zweitmeinung.
Neben der operativen Therapie werden die Patient*innen interdisziplinär bis zur Entlassung bzw. Verlegung zur Rehabilitation von uns weiter versorgt. Hierzu werden sie auf den von der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin geführten Intensivstationen oder der neurochirurgisch geführten Intensivobservationsstation überwacht und intensivmedizinisch behandelt.
Zur Versorgung der häufig schwerkranken Patient*innen gehört auch die Physiotherapie zur Vermeidung von Pflegebedürftigkeit und Wiederherstellung der körperlichen Integrität.
Die Angehörigen werden natürlich in die Therapieentscheidungen eingebunden und der poststationäre Aufenthalt (z.B. Rehabilitation, Pflege) mit Unterstützung des Sozialdienstes geplant und organisiert.
- Kooperation mit dem Verein VHL (von Hippel-Lindau) betroffener Familien e.V. Hier finden Sie weiterführende Informationen.
- Kontakt für Verlaufskontrollen oder spezielle Fragen: vhl-muenster@ukmuenster.de
- Bei Wunsch auf eine Zweitmeinung oder bei einer weiten Anreise nutzen Sie unsere Video-Sprechstunde.
Team der Vaskulären Neurochirurgie am UKM

Univ.-Prof. Dr. med. Walter Stummer
Direktor Klinik für Neurochirurgie

Prof. Dr. med. Markus Holling, MHBA, FACS
Stellv. Direktor Klinik für Neurochirurgie
Interdisziplinäre Kooperationen am UKM
In unserem Zentrum für vaskuläre Neurochirurgie wird eine enge Zusammenarbeit von Expert*innen aus den Kliniken für Neurochirurgie, Neurologie, Neuroradiologie und der operativen Intensivmedizin zum Wohle der Patient*innen großgeschrieben. Diese gute Zusammenarbeit zeigt sich u.a. an der großen Zahl überregionaler Zuweisungen.
Klinik für Neurochirurgie
Albert-Schweitzer-Campus 1
Gebäude A1
48149 Münster