OP-Art: Arthroskopie (Gelenkspiegelung) und oder mini-offen
Krankenhausaufenthalt: Kurzstationär
Nachbehandlung:
- Erste Bewegungen im Kniegelenk sofort möglich, Vermeiden von Rotationen (Scherkräften)
- Entlastung an Unterarmgehstützen für ca. 3 Wochen
- Zunehmende Teilbelastung für die nächsten 3 Wochen
- Sportfähigkeit (Radfahren, Schwimmen) in der Regel nach 3 Monaten, kniebelastende Aktivitäten nach ca. 4 bis 6 Monaten
Femoropatellare Instabilität, chronische Patellaluxationen, femoropatellares Schmerzsyndrom
Schmerzen im Bereich der Kniescheibe sind gerade bei Sportlern relativ häufig. Die häufigste Ursache liegt in einer muskulären Dysbalance der Oberschenkelmuskulatur. D.h. die Muskulatur der Oberschenkel-Vorderseite ist funktionell verkürzt, was zu einem erhöhten Anpressdruck hinter der Kniescheibe führt und so Schmerzen v.a. an der Patellaspitze verursacht. Eine weitere Ursache ist ein im Verhältnis zu schwacher Musculus vastus medialis (der innenseitigste Muskel der vorderen Oberschenkelmuskulatur). Dadurch läuft die Kniescheibe nicht exakt zentriert in ihrem Gleitlager, was ebenfalls Schmerzen verursachen kann und das Herausspringen (Luxieren) der Kniescheibe nach außen begünstigen kann.Beide Ursachen lassen sich in der Regel durch Physiotherapie mit Muskeldehnung bzw. –kräftigung behandeln.
Persistieren starke Schmerzen, bzw. kommt es zu einem häufigen herausspringen der Kniescheibe trotz intensiver Physiotherapie, können operative Eingriffe notwendig werden. Auf die häufigste Operationsmethode, die in Schlüssellochtechnik (arthroskopisch) durchgeführt wird, soll hier kurz eingegangen werden. Laterales Release ggf. mit medialer Kapselraffung Ziel jeder Therapie ist es die Kniescheibe dauerhaft um Gleitlager zu zentrieren. Je häufiger es zu einer Kniescheibenluxation kommt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit eines frühzeitigen Verschleißes des Gelenkknorpels der Kniescheibe. Eine Möglichkeit die Patella besser zu zentrieren ist das „laterale Release“ (Lösung der außenseitigen Kapselanteile). Hierbei wird während einer Gelenkspiegelung der äußere Kapselanteil durchtrennt und so die (zu hohe) Spannung an der Außenseite der Kniescheibe verringert. Hierdurch lässt der Zug nach außen bei der Bewegung des Kniegelenkes nach und die Wahrscheinlichkeit einer Luxation verringert sich. Sollte dies nicht ausreichen, kann während des gleichen Eingriffs eine mediale (innenseitige) Kapselraffung durchgeführt werden. Hierbei wird zusätzlich zum lateralen Release die innere Gelenkkapsel mit Nähten verstärkt, so dass sie in leichter Verkürzung vernarben kann. Dies führt zu einer Verlagerung der Kniescheibe nach medial (innenseitig), was wiederum dem Herausspringen nach außen entgegenwirkt. Im Anschluss an die Operation ist eine weitere Physiotherapie zwingend erforderlich. Wichtig ist eine frühfunktionelle Nachbehandlung in Form von isometrischen Quadrizepsanspannungsübungen und Aufbau des Muskulus vastus medialis. Eine zusätzliche Schienung mit einem Brace kann sinnvoll sein. OP-Dauer: ca. 60 min.
OP-Art: Arthroskopie (Gelenkspiegelung)
Krankenhausaufenthalt: Ambulant, eher kurzstationär
Nachbehandlung:
- Erste Bewegungen im Kniegelenk sofort möglich
- Teilbelastung an Unterarmgehstützen für ca. 4 Wochen
- Dauer der Krankengymnastik insgesamt 3 bis 4 Monate







