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Neuro-Onkologische Tumoren

Tumorerkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems sind höchst verschiedenartig und im Hinblick auf die Therapie sehr komplex.

Am UKM Hirntumorzentrum wird das gesamte Spektrum an gutartigen und bösartigen Tumoren des Gehirns, des Rückenmarks, der Hirn- und Spinalnerven und der Hirnhäute behandelt. Dazu zählen auch Patienten mit Tumorerkrankungen anderer Organe, bei denen es zu Absiedelungen (Metastasen) ins Gehirn und/oder in das Nervenwasser (Meningeosis) kommt. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Behandlung von Patienten mit sogenannten paraneoplastischen neurologischen Syndromen, bei denen das  zentrale und/oder periphere Nervensystem indirekt durch immunvermittelte Prozesse in Mitleidenschaft gezogen wird, sowie Patienten, die unter neurologischen Nebenwirkungen einer Immun- und/oder Chemotherapie leiden.

Die optimale Behandlung von Hirntumorpatienten erfordert ein eng verzahntes, interdisziplinäres Zusammenarbeiten verschiedener Fachdisziplinen. Das Hirntumorzentrum des UKM wurde als Erstes seiner Art von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) als Organzentrum zertifiziert und erfüllt fortlaufend die hohen fachlichen Anforderungen, die für eine umfassende und kompetente Behandlung neuroonkologischer Patienten erforderlich sind.

Zum interdisziplinären Behandlungsteam gehören ausgewiesene Spezialisten der Kliniken für...

  • Klinik für Neurochirurgie (Univ.-Prof. Dr. Walter Stummer)
  • Klinik für Neurologie mit Institut für translationale Neurologie (Univ.-Prof. Dr. Heinz Wiendl)
  • Klinik für Strahlentherapie - Radioonkologie - (Univ.-Prof. Dr. Hans T. Eich)
  • Medizinische Klinik A (Hämatologie, Onkologie, Pneumologie) (Univ.-Prof. Dr. Georg Lenz)
  • Klinik für Kinder- und Jugendmedizin - Pädiatrische Hämatologie und Onkologie  (Univ.-Prof. Dr. Claudia Rössig)
  • Medizinische Klinik B (Gastroenterologie, Hepatologie, Endokrinologie, Klinische Infektiologie) (Univ.-Prof. Dr. Hartmut Schmidt)
  • Klinik für Radiologie mit diagnostischer und interventioneller Neuroradiologie (Univ.-Prof. Dr. Walter Heindel)
  • Klinik für Nuklearmedizin (Univ.-Prof. Dr. Michael Schäfers)
  • Palliativmedizin (Prof. Dr. Philipp Lenz)
  • Institut für Neuropathologie (Univ.-Prof. Dr. Werner Paulus)
  • Psychoonkologie (Priv.-Doz. Dr. Dorothee Wiewrodt)

In der Klinik für Neurochirurgie des UKM finden pro Jahr 3000 Operationen aus dem gesamten Indikationsspektrum der Neurochirurgie statt.  Mit einem der höchsten Anteile an primären Hirntumorfällen in Deutschland sind wir national führend auf dem Gebiet der interdisziplinären Therapie von Tumoren des Gehirns und Rückenmarks. Die 3-4 Operationssäle sind mit Operationsmikroskopen der neuesten Generation (unter Vorhaltung aller üblichen und innovativen Fluoreszenzanwendungen) ausgestattet. Die Maximierung der Patientensicherheit während einer Operation wird hier auf vielerlei Weise gesichert: Sowohl durch mehrere Neuronavigationseinheiten (für Gehirn und Wirbelsäule), durch spezielle - genau auf die Anwendung am Gehirn und Rückenmark ausgerichtet - Sonographiegeräte, als auch durch ein intraoperatives Neuromonitoring, welches personell und materiell auf dem neuesten Stand („State-of-the-art“) ist. Hierdurch lässt sich eine hohe Qualität und Sicherheit bei komplexen Eingriffen, wie z.B. im Rahmen der täglichen Wach-Operationen gewährleisten. Raumforderungen können schonend mit einer neuen Generation von Ultraschallaspiratoren (CUSA) reseziert werden. Für minimal-invasive Eingriffe stehen der Klinik neben einem Armamentarium an Rahmen-basierten oder rahmenlosen Stereotaxie-Möglichkeiten auch eine voll ausgestattete Endoskopie-Einheit zur Verfügung. Zur Komplettierung unseres Sicherheit – Portfolios verfügen wir über eine intraoperative mobile CT-Einheit, welche sowohl direkte diagnostische als auch operative Möglichkeiten eröffnet.

Die Klinik für Neurologie mit Institut für translationale Neurologie besitzt eine hohe Expertise bei der differentialdiagnostischen Abklärung von unklaren entzündlichen und tumorverdächtigen Prozessen des zentralen und peripheren Nervensystems, der ambulanten und stationären Durchführung spezifischer Immun- und medikamentöser Tumortherapien, der Diagnostik und Behandlung paraneoplastischer neurologischer Symptome und schwerwiegender neurologischer Nebenwirkungen einer Tumortherapie (z.B. Checkpoint-Inhibitoren) sowie schwer einstellbarer symptomatischer Epilepsien. Die Behandlungskonzepte werden in der wöchentlich stattfindenden interdisziplinären Hirntumorkonferenz und im mit dem WTZ Essen neuetablierten molekularen Tumorboard individuell festgelegt. Es gibt zudem für die Patienten die Möglichkeit im eigenen Studienzentrum an innovativen Therapiestudien teilzunehmen. Medikamente, die sich in einer frühen klinischen Testung befinden, können auf der Early-Clinical-Trail-Unit (ECTU) des UKMs verabreicht werden.

 
 
 
 
Ansprechpartner

Univ.-Prof. Dr. Walter Stummer
Direktor der Klinik für Neurochirurgie
T 0251 83-47472 (Sekretariat)
hirntumorzentrum(at)­ukmuenster(dot)­de

Priv.-Doz. Dr. Markus Holling
Stellv. Direktor der Klinik für Neurochirurgie
T 0251 83-47482
markus.holling(at)­ukmuenster(dot)­de

Priv.-Doz. Dr. Dr. Oliver Grauer
Klinik für Neurologie mit Institut für Translationale Neurologie
Direktor: Univ.-Prof. Dr. H. Wiendl
T 0251 83-48001
oliver.grauer(at)­ukmuenster(dot)­de